Wer steht zur Wahl?

Alternative für Deutschland (AfD)


2.3.2017
Alternative für Deutschland (AfD) Gründungsjahr Landesverband
2013*
Mitgliederzahl im Saarland
378*
Landesvorsitz
Josef Dörr*
*nach Angaben der Partei
Die "Alternative für Deutschland" (AfD) entstand 2013 als Reaktion auf die Euro-Rettungspolitik. In der Folge rückten zunehmend die Themen Zuwanderung und Asyl in den Fokus der Partei. Mit der Abstimmungsniederlage der AfD-Führungsfigur Bernd Lucke bei der Wahl zum alleinigen Ersten Sprecher und dessen späteren Austritt 2015 wurde der wirtschaftsliberale Flügel der Partei deutlich geschwächt. In der Politikwissenschaft wird die AfD überwiegend als rechtspopulistisch eingestuft. Im März 2016 löste der Bundesvorstand den Landesverband Saar auf, weil er führenden Mitgliedern Kontakte zu rechtsradikalen Personen sowie die Missachtung innerparteilicher Demokratie vorwarf. Der Landesvorstand wies diese Vorwürfe zurück und wurde dabei vom rechtsnationalen Flügel der Partei unterstützt. Ein Bundesparteitag billigte die Auflösung zwar mehrheitlich, doch vor dem Bundesschiedsgericht bekam der Landesvorstand Recht. Der Bundesvorstand sah seine Vorwürfe im Wesentlichen dennoch bestätigt und forderte den Landesverband auf, nicht zur Landtagswahl anzutreten.

Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.Die Partei tritt mit einer Landesliste und drei Wahlkreislisten im ganzen Saarland an. Eine Aufstellung aller zugelassenen Kreis- und Landeswahlvorschläge finden Sie auf saarland.de.
Im Wahlkampf spielen für die AfD die Themen Zuwanderung und Asyl die zentrale Rolle, wenngleich sie erst ganz am Ende des Wahlprogramms stehen. Landespolitisch tritt die AfD unter anderem für die langfristige Abschaffung der Landkreise ein. Sie fordert einen Ausbau der Saarbahn sowie eine bessere Bahn-Anbindung. Die Polizei soll verstärkt, die Hochschulen zu "Elitehochschulen" ausgebaut werden. Die Bürger sollen mehr Mitsprache erhalten und den Ministerpräsidenten in Zukunft direkt wählen können. Als einzige Partei spricht sich die AfD für die Abschaffung der Arbeitskammer und der Landeszentrale für politische Bildung aus. Der Landtag soll zum Teilzeitparlament oder verkleinert werden. Ein weiterer Ausbau der Windkraft wird abgelehnt. In der Bildungspolitik tritt die Partei dafür ein, dass sich Gymnasien zwischen G8 und G9 entscheiden können. "Leistung und Disziplin" sollen gestärkt, der Ausbau der gebundenen Ganztagsschule gestoppt werden.



 

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