Wer steht zur Wahl?

21.8.2014 | Von:
Jörg Hebenstreit

FREIE WÄHLER in Thüringen (FREIE WÄHLER)

FREIE WÄHLER ThüringenGründungsjahr Landesverband
2004*
Mitgliederzahl in Thüringen
ca. 100*
Landesvorsitz
Marco Tasch*
Wahlergebnis 2009
3,9 %
*nach Angaben der Partei
Die "FREIEN WÄHLER in Thüringen" (FREIE WÄHLER) sind aus kommunalen Vereinigungen und Wählergemeinschaften hervorgegangen. Nach der Gründung des Landesverbandes der FREIEN WÄHLER am 6. März 2004 in Eisenach nahm die Partei noch im selben Jahr an den Kommunal- und Landtagswahlen teil. Bei letzterer erhielt die Partei 2,6 Prozent der Stimmen und wurde prompt zur stärksten außerparlamentarischen Kraft. Bei der Landtagswahl 2009 konnte die Partei noch einmal an Stimmen hinzugewinnen und schaffte es, 3,9 Prozent der Wählerstimmen hinter sich zu vereinen. Damit folgte sie dem Trend, der sich auch schon ein Jahr zuvor in Bayern abzeichnete, als die Partei erstmals (und bisher einmalig) mit 10,2 Prozent der Stimmen den Sprung in ein Landesparlament schaffte. Im Gegensatz zu anderen Landesverbänden, die sich nur Leitlinien, nicht aber programmatische Rahmen geben, verfügt der Thüringer Landesverband über ein Programm, das zwar keine konkreten politischen Forderungen, dafür aber kurze Aneinanderreihungen von Grundsätzen aufweist.

Ihrem Selbstverständnis nach zeichnen sich die FREIEN WÄHLER als ideologiefreie Bewegung durch eine wertneutrale, unabhängige und sachbezogene Herangehensweise aus. Oft als "Antipartei" bezeichnet, fordern die FREIEN WÄHLER in Thüringen eine "Entmachtung der Parteien". Neben mehr Transparenz und Verantwortung gegenüber den Bürgern setzen sich die FREIEN WÄHLER in Thüringen für mehr Mitbestimmung ein. Eine "durch plebiszitäre Elemente angereicherte Demokratie" würde dadurch der Politik einerseits mehr Legitimation verleihen und andererseits z.B. bei Volksbefragungen Abgeordnete schon im Vorfeld zwingen, stärker auf den "Willen des Volkes einzugehen". Thüringer Landespolitik soll ferner über Legislaturperioden hinausschauend frei von Fraktionszwängen sein, als auch durch Sachverstand und nicht von Lobbyisten bestimmt werden. Die wertkonservativ ausgerichtete Partei verfolgt im ökonomischen Bereich marktliberale Ansätze.

Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/ Der Name des Autors/Rechteinhabers soll wie folgt genannt werden: by-nc-nd/3.0/
Autor: Jörg Hebenstreit für bpb.de
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Interaktives Wahltool

Wahl-O-Mat

Seit 2002 gibt es den Wahl-O-Mat der bpb. Mittlerweile hat er sich zu einer festen Informationsgröße im Vorfeld von Wahlen etabliert. Hier erfahren Sie, wie ein Wahl-O-Mat entsteht und was seine Ziele sind. Im Archiv können Sie außerdem jeden Wahl-O-Mat der vergangenen Jahre noch einmal nachspielen.

Mehr lesen

Der deutsche Bundestag
Dossier

Wahlen

Wahlen sind das zentrale Element einer repräsentativen Demokratie. In Bundestagswahlen, Landtagswahlen und den Wahlen zum Europäischen Parlament bestimmen die Bürger in Deutschland ihre Vertreter.

Mehr lesen