World of Labor

IZA World of Labor

Das Online-Kompendium "IZA World of Labor" bereitet empirisches Wissen zu zentralen Fragen der internationalen Arbeitsmärkte in allgemein verständlicher Form auf. Experten aus aller Welt versuchen darin aus aktuellen Bestandsaufnahmen konkrete Handlungsempfehlungen für Entscheidungsträger in Politik und Gesellschaft abzuleiten. In Kürze verfügt das Kompendium über mehr als 500 Beiträge in englischer Sprache. Sie sind durchgängig in einem einheitlichen, komprimierten Format aufbereitet und kostenlos verfügbar. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb veröffentlicht einzelne und ausgesuchte Kurz-Zusammenfassungen als Lizenzausgabe. Die Langfassungen der Artikel finden Sie hier.

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA): IZA WOL No 75

Wie wirken sich internationale Handelsbestimmungen auf die Schaffung von Arbeitsplätzen aus?

Handelspolitik ist das falsche Instrument, um nachhaltig positive Beschäftigungseffekte zu erzielen. Sofern die Handelspolitik hier überhaupt eine anhaltende Wirkung entfaltet, tut sie dies in Interaktion mit bestehenden Verzerrungen der Arbeitsmärkte. Dabei lassen die zu großen Länderunterschiede jedoch keine Verallgemeinerungen zu. Die Politik ist deshalb gut beraten, bei der Förderung von Beschäftigung auf Maßnahmen zur Stärkung des gesamtwirtschaftlichen Gleichgewichts und Reformen der Arbeitsmarktinstitutionen zu bauen, statt auf Protektionismus zu setzen. Weiter...

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA): IZA WOL No 82

Auswirkungen von Migration auf den Außenhandel

Mehr Zuwanderung führt zu mehr Handel. Die Größenordnung dieses Effekts hängt jedoch neben der Art der gehandelten Waren davon ab, aus welchen Herkunftsländern Migranten kommen, welche Merkmale sie aufweisen und wie hoch ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung ist. Eine effektivere Vermittlung dieser wirtschaftlichen Vorteile an die Öffentlichkeit könnte dazu beitragen, die gesellschaftliche Akzeptanz einer liberalen Zuwanderungspolitik zu steigern. Weiter...

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA): IZA WOL No 23

Kann die Politik den Rückgang der Geburtenraten aufhalten?

Mit familienpolitischen Maßnahmen lassen sich die Geburtenraten nur in begrenztem Maße steigern. Der Fertilitätsrückgang unter das Ersatzniveau, das die Bevölkerungszahl stabil halten würde, wird sich in Mittel- und Osteuropa dadurch kaum aufhalten lassen. Individuelle Anreize, in Bildung und Karriere zu investieren, scheinen den Kinderwunsch deutlich stärker zu beeinflussen als die Politik. Um einer weiteren Schrumpfung und Alterung der Bevölkerung entgegenzuwirken, sollte die Geburtenförderung daher durch eine offenere Zuwanderungspolitik ergänzt werden. Weiter...

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA): IZA WOL No 42

Führt die Beschäftigung von Zuwanderern zu Lohnverlusten der Einheimischen?

Die wissenschaftliche Literatur der letzten 30 Jahre dokumentiert für die Industriestaaten – bei geringen Schwankungen der Befunde – einen Lohneffekt von Zuwanderung, der gegen Null tendiert. Jüngere Studien zeigen darüber hinaus, dass Zuwanderung auf lange Sicht sowhl die Produktivität als auch die Lohnentwicklung eher begünstigt – insbesondere dann, wenn der Anteil gut qualifizierter Zuwanderer mit spezifischen Qualifikationen und Innovationspotenzialen ausreichend groß ist. Aktive Auswahlsysteme für ausländische Arbeitskräfte können diesen positiven Effekt noch verstärken. Weiter...

Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA): IZA WOL No 39

Gelingt die Integration der Roma in die europäischen Arbeitsmärkte?

Eine bessere Arbeitsmarktintegration der Roma in Europa ist eine moralische und ökonomische Verpflichtung. Die soziale und wirtschaftliche Deklassierung der Roma, Vorbehalte und Ablehnung schaden auch der Allgemeinheit. Politikinterventionen sollten nicht am Individuum, sondern der Lebensgemeinschaft der Roma vor Ort ansetzen. Nur wenn räumliche und soziale Abspaltung gezielt vermieden wird, kann es gelingen, den Teufelskreis multipler Benachteiligung zu durchbrechen. Besondere Aufmerksamkeit muss dabei die Gefahr der “Vererbung” von Armut und Bildungsferne innerhalb der Roma-Familien und die Chancengleichheit auf den Arbeitsmärkten erhalten. Weiter...

Über IZA World of Labor

Das Forschungsinstitut zur Zukunft der Arbeit (IZA) ist ein unabhängiges ökonomisches Forschungsinstitut. Es betreibt und organisiert empirisch fundierte Arbeitsmarktforschung und Politikberatung. Mit Unterstützung des weltgrößten Netzwerks der Arbeitsökonomie – rund 1.500 Spitzenforschern aus aller Welt – versucht es Antworten auf die arbeitsmarktpolitischen Herausforderungen unserer Zeit zu liefern. Die Aktivitäten des IZA sollen zu einer besseren Aufbereitung von vorhandenem Wissen und zum gezielten Wissenstransfer beitragen. Mit seiner eigenen Forschungstätigkeit möchte das IZA zudem dafür sorgen, dass Erkenntnislücken gezielt geschlossen und politische Entscheidungen auf der Grundlage bestmöglich vorhandener empirischer Erkenntnisse getroffen werden können. Weiter...