Bijiashan Windkraftanlage in China.

1.3.2013

E.ON AG



E.ON Konzernzentrale in DüsseldorfE.ON Konzernzentrale in Düsseldorf (© AP)
E.ON ist der umsatzstärkste Energiekonzern und der zweitgrößte Stromerzeuger Deutschlands. Seine Tochtergesellschaft Ruhrgas ist hierzulande der wichtigste Importeur von Erdgas. Mit dem russischen Staatskonzern Gazprom hat das Unternehmen jahrzehntelange Lieferverträge abgeschlossen. E.ON engagiert sich stark im Ausland, seine Beteiligungen an kleineren einheimischen Energielieferanten hat der Konzern in den vergangenen Jahren – teilweise auf politischen Druck hin – dagegen stark eingeschränkt. Von allen Energiekonzernen betreibt E.ON die meisten Atomkraftwerke und investiert gleichzeitig am intensivsten in erneuerbare Energien.

Firmensitz
Düsseldorf

Leitung
Vorstandsvorsitzender: Johannes Teyssen
Aufsichtsratsvorsitzender: Werner Wenning

Mitarbeiter
Deutschland: 35.133
Ausland: 43.756

Umsatz (2011)
113 Mrd. Euro

Gewinn (Konzernfehlbetrag/ -überschuss, 2011)
-1,86 Mrd. Euro (2010: 6,3 Milliarden Euro)

Investitionen (2011)
6,5 Mrd. Euro
davon in erneuerbare Energien: 1,1 Milliarden Euro
geplant: Offshore Windpark Amrumbank West (288 MW), Inbetriebnahme 2015

Anteilseigner
Streubesitz

Kundenzahl
Strom: 6 Millionen
Gas: 1 Million

Stromerzeugungsmix
Stromerzeugungsmix E.ONStromerzeugungsmix E.ON (© bpb)

produzierte Strommenge (2011)
86 TWh
Anteil Stromverbrauch in Deutschland: 14,2%

Kraftwerkskapazität + Anteil Stromerzeugung
Deutschland: 20.763 MW
davon erneuerbare Energien: 2.635 MW
Anteil Kraftwerkspark in Deutschland: 12,9%
Ausland: 48.794 MW

Noch laufende AKW mit Datum der Stillegung
Grafenrheinfeld, 31.12.2015
Grundremmingen B (Anteil: 25%), 31.12.2017
Grohnde (Anteil: 83,3%), 31.12.2021
Grundremmingen C (Anteil: 25%), 31.12.2021
Brokdorf (Anteil: 80%), 31.12.2021
Isar 2 (Anteil: 75%), 31.12.2022

Größte Erzeugungsanlagen erneuerbare Energien
Windpark Brandenburg (50,7 MW)

Sparten
  • Stromerzeugung
  • Stromverteilnetze
  • Stromvertrieb
  • Gasförderung
  • Gasfernleitungen (Nord Stream)
  • Gasverteilnetze
  • Gasvertrieb
  • Ölförderung
  • Energie- und Emissionshandel
  • Energiedienstleistungen
Auslandsaktivitäten
24 europäische Staaten, Argentinien, Brasilien, Chile, Indonesien, Kanada, Russland, USA

Quelle: E.ON Geschäftsbericht 2011

i

Erläuterungen

Die Leistung von Kraftwerken wird in Megawatt (MW = 1 Million Watt) gemessen.
Kraftwerksleistungen in Deutschland im Vergleich:
  • Solaranlage – Hausdach 0,005 MW
  • Solarpark – Freifläche 1-150 MW
  • Windenergieanlage an Land 2-3 MW
  • Windenergieanlage auf See 3-6 MW
  • Biomassekraftwerk 2-100 MW
  • Wasserkraftwerk 0,2-130 MW
  • Gaskraftwerk 30-850 MW
  • Kohlekraftwerk 100-1.100 MW
  • Atomkraftwerk 800-1.500 MW
Installierte Kapazität in Deutschland (Stand 12.9.2012)
  • Konventionelle Kraftwerke: 101.200 MW
  • Erneuerbarer Energien: 71.200 MW
  • Jahreshöchstlast (Stromverbrauch zum Zeitpunkt der höchsten Nachfrage): 79.000 MW
Die Menge an erzeugtem und verbrauchtem Strom wird in Kilowattstunden (kWh) gemessen. Umrechnungsfaktoren:
  • 1 Megawattstunde (MWh) = 1.000 kWh
  • 1 Gigawattstunde (GWh) = 1 Million kWh
  • 1 Terrawattstunde (TWh) = 1 Milliarde kWh
Strombedarf typischer Verbraucher pro Jahr:
  • Zwei-Personen-Haushalt: 3.300 kWh
  • Großstadt mit 100.000 Einwohnern: 730 Millionen kWh
  • Brutto-Inlandsstromverbrauch (= vor technischen Verlusten): 608,5 Milliarden kWh
  • Netto-Inlandsstromverbrauch (= nach technischen Verlusten): 540,8 Milliarden kWh
  • davon private Haushalte: 140 Milliarden kWh


Creative Commons License

Dieser Text ist unter der Creative Commons Lizenz veröffentlicht. by-nc-nd/3.0/
Urheberrechtliche Angaben zu Bildern / Grafiken / Videos finden sich direkt bei den Abbildungen.


Hintergrund aktuell

Neue Regeln für die Energiewende

Am 1. August trat die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) in Kraft. Damit veränderte sich der gesetzliche Rahmen für die Energiewende in Deutschland.

Mehr lesen

Zahlen & Fakten Europa

Energie

13,6 Prozent der weltweiten Versorgung mit Primärenergie im Jahr 2009 entfielen auf die 27 Mitgliedstaaten der EU. Werden zu den 27 EU-Staaten noch 16 weitere europäische Staaten hinzugezählt, steigt der Anteil auf gut ein Fünftel. Die Energieabhängigkeitsquote der EU lag dabei bei mehr als 50 Prozent.

Mehr lesen

Erölraffinerie bei Usinsk, Russland.
Dossier

Umwelt

Die Umwelt stellt uns Lebensgrundlagen und Rohstoffe zur Verfügung, die wir pflegen und erhalten sollten. Doch es fällt schwer, klare Grenzen zu ziehen: Wo nutzt der Mensch die Natur? Und wo zerstört er sie dauerhaft?

Mehr lesen

Ein schmelzender Eisberg, aufgenommen am 19. Juli 2007 vor der Insel Ammassalik in Ostgroenland. Die fuehrenden Industrienationen kommen am Mittwoch, 8. Juli 2009, beim G-8-Gipfel in L'Aquila, Italien, zusammen, um ueber die Wirtschaftskrise und den Klimaschutz zu beraten. (ddp images/AP Photo/John McConnico) --- FILE - This is a July 19, 2007 file photo of an iceberg as it melts off Ammassalik Island in Eastern Greenland. (ddp images/AP Photo/John McConnico)
Dossier

Klimawandel

Globale Erwärmung und Klimawandel: diese beiden Worte sind in aller Munde. Wie konnte es überhaupt zum Klimawandel kommen? Und reichen die Bemühungen im Kampf gegen die globale Erwärmung aus?

Mehr lesen