Europäische Schuldenkrise

Glossar

Austeritätspolitik (von lat. austeritas, Herbheit, Strenge)

Wurde erstmals im Zweiten Weltkrieg in Großbritannien angewandt und bezeichnet die strikte Ausgabendisziplin eines Staates, um in Krisenzeiten die Handlungsfähigkeit des Staatswesens zu erhalten. Die Reduzierung staatlicher Ausgaben auf das Notwendige soll einen schlanken und ausgeglichenen Etat herbeiführen und die gesamtwirtschaftliche Situation verbessern. Befürworter betonen, dass striktes Sparen und eine rigide nachhaltige Haushaltspolitik das Vertrauen von Investoren in die Solidität eines Staates stärkt und so tendenziell zu sinkenden Zinsen führt. Das erleichtere wiederum den Abbau von Schulden. Kritiker der Austeritätspolitik bestreiten den Zinseffekt: Sie betonen, dass Personalabbau, Einschnitte in den Sozialhaushalten und eine geringe Investitionstätigkeit des Staates gerade in Krisenzeiten die Wirtschaft bremsen.





16.06.2015


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