Ein Containerschiff verlässt den Hafen von New York.

Wettbewerb und Strukturwandel

"Deutschland muss um seinen Platz in der Welt des 21. Jahrhunderts kämpfen. Das heißt auch, dass wir Wettbewerb und Strukturwandel annehmen müssen", sagte Bundespräsident Horst Köhler in seiner Antrittsrede im Mai 2004. Bei den Unternehmen ist die Botschaft angekommen. Sie stellen sich mit schlanken Strukturen dem verschärften, globalisierten Wettbewerb. Auf der Arbeitnehmerseite fällt die Akzeptanz ungleich schwerer. Denn die erfolgten Konzernumbauten bringen in der Regel zunächst nichts anderes als einen massiven Arbeitsplatzabbau mit sich. Mit Subventionierungen kann der Staat zwar zu rasche Veränderungen abbremsen und den Arbeitnehmern etwas Luft verschaffen. Gleichzeitig droht jedoch eine Strukturschwäche, sobald die Subventionen wegfallen. Erst wenn die neustrukturierten Unternehmen bewiesen haben, dass sie nun im Wettbewerb bestehen und neue Arbeitsplätze schaffen können, wird der Gedanke, dass sich die Deutschland AG zu ihrem eigenen Besten wandeln musste, wohl angenommen werden können.

Essay: Samira Lazarovic

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Steffen J. Roth

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