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Lexikon

Singapur

Fläche

710 km2 (Weltrang: 176)


Einwohner

4.589.000 = 6463 je km2 (F 2007, Weltrang: 115)


Hauptstadt

Singapore (Singapur)


Amtssprachen

Malaiisch, Chinesisch, Tamil, Englisch


Bruttoinlandsprodukt

181,9 Mrd. US-$
realer Zuwachs: 1,1%


Bruttosozialprodukt (BSP, pro Einwohner und Jahr)

32.340 US-$


Währung

1 Singapur-Dollar (S$) = 100 Cents


Botschaft

Botschaft der Republik Singapur

Friedrichstr. 200, 10117 Berlin

Telefon 030 2263430, Fax 030 22634355
www.mfa.gov.sg/berlin-german


Regierung

Staatsoberhaupt: Sellapan Rama Nathan, Regierungschef: Lee Hsien Loong, Äußeres: George Yeo


Nationalfeiertag

9.8.


Verwaltungsgliederung

5 Bezirke


Staats- und Regierungsform

Verfassung von 1959
Republik (im Commonwealth)
Parlament mit 84 Mitgl., Wahl alle 5 J.
Direktwahl des Staatsoberhaupts alle 6 J.
Wahlpflicht ab 20 J.


Bevölkerung

Singapurer
Nat. Statistik F 2008: 4.839.400 Einw.
letzte Zählung 2000: 4.017.733 Einw.
76,8% Chinesen, 13,9% Malaien, 7,9% Inder, 1,4% Pakistaner, Sri Lanker u. a.


Städte (mit Einwohnerzahl)




Religionen

42,5% Buddhisten, 14,9% Muslime, 14,6% Christen, 8,5% Daoisten, 4,0% Hindus (Stand: 2000)


Sprachen

35,0% Chinesisch (Mandarin), 23,8% chinesische Dialekte, 23,0% Englisch, 15,5% Malaiisch, 3,2% Tamil u.a.


Erwerbstätige nach Wirtschaftssektor

Landwirtsch. 0,1%, Industrie 30%, Dienstl. 70% (2005)


Arbeitslosigkeit (in % aller Erwerbspersonen)

Ø 2008: 2,3%


Inflationsrate (in %)

Ø 2008: 6,5%


Wichtigste Importgüter (Anteil am Gesamtimport in %)

19% Elektronik (14% elektronische Bauelemente), 15% Erdöl u. Erdölprodukte, 13% chemische Erzeugnisse, 9% Maschinen, 5% NE-Metalle, 5% Rohstoffe, 5% Elektrotechnik, 4% Eisen u. Stahl, 4% Mess- u. Regeltechnik


Wichtigste Exportgüter (Anteil am Gesamtexport in %)

29% Elektronik (19% elektronische Bauelemente, 5% Büromaschinen/EDV), 12% chemische Erzeugnisse, 10% Elektrotechnik, 7% Mess- u. Regeltechnik, 5% Eisen u. Stahl, 4% Textilien u. Bekleidung, 4% Maschinen
Als exportorientierte Volkswirtschaft wurde Singapur 2008 von der einbrechenden Weltkonjunktur (Wirtschaft) früh und stark getroffen: Die Ausfuhren gingen bereits seit April 2008 zurück, im 1. Quartal 2009 brach die gesamtwirtschaftliche Leistung gegenüber dem Vorjahr um 11,5% ein. Um den Abschwung abzufedern, sah das von der Regierung am 22.1.2009 vorgelegte Budget für 2009 ein Defizit von 6% des BIP vor, wobei Steuererleichterungen, Lohnzuschüsse und ein Ausbau der öffentlichen Verwaltung besonders stark zu Buche schlugen. Zur Deckung des Defizits soll erstmals auf die beträchtlichen Reserven der Staatskasse zurückgegriffen werden.Der Staatsfonds Temasek - einer der größten weltweit erlitt im Zuge der Finanzkrise kräftige Verluste: Ende November 2008 hatte der Fonds im Laufe eines Vierteljahres etwa ein Drittel an Wert verloren, besonders verlustreich erwiesen sich Engagements bei der Bank of America und der britischen Barclays Bank. Am 6.2.2009 wurde die Ablösung der Vorstandsvorsitzenden Ho Ching - der Ehefrau des Ministerpräsidenten - bekanntgegeben: An ihre Stelle tritt am 1.10.2009 mit dem US-Amerikaner Charles Goodyear erstmals in der Geschichte des Fonds ein Ausländer.Am 28.5.2009 schlug Ministerpräsident Lee Hsien Loong eine Reform des Wahlrechts vor: Bei künftigen Wahlen sollen neun Parlamentssitze für die Opposition reserviert werden. Bislang hat das Mehrheitswahlrecht die seit der Unabhängigkeit regierende People's Action Party (PAP) stark begünstigt: Bei der Parlamentswahl 2006 konnte die Opposition trotz eines Stimmenanteils von 33% nur zwei Mandate erringen. Mit seinem Vorschlag versuchte der Ministerpräsident dem zunehmenden Unmut über die wachsende soziale Ungleichheit und wirtschaftspolitische Misserfolge zu begegnen.Regierungskritische Berichte führten zu zahlreichen Verleumdungsklagen gegen Journalisten und Zeitungsverlage. Am 24.9.2008 wurde ein Wirtschaftsblatt wegen Beleidigung des Ministerpräsidenten und seines Vaters, des langjährigen Regierungschefs Lee Kuang Yew, vom Obersten Gericht für schuldig gesprochen, weil es ein Portrait über den Führer der oppositionellen Demokratischen Partei (SDP) Chee Soon Juan gedruckt hatte.


Quelle: Der Fischer Weltalmanach.
© Fischer Taschenbuch Verlag in der S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2005.