Pressekonferenz Wahl-O-Mat

29.9.2016

Kontroverse Erinnerungen an eine schwierige Vergangenheit

Anlässlich des 75. Jahrestags des Massakers von Babyn Jar: Internationale Fachkonferenz zur europäischen Geschichte im 20. Jahrhundert / Mehr als 200 Fachleute aus ganz Europa kommen vom 30. September bis 2. Oktober 2016 in Kiew zusammen / Keynote von Timothy Snyder


Am Freitag, 30. September 2016 startet die von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb ausgerichtete internationale Fachkonferenz „Contested Memories of the Difficult Past. Eastern Europe and Its History of the 20th Century“ in Kiew.

Bis heute prägen die Erinnerungen an die Geschichte des 20. Jahrhunderts die Gesellschaften des östlichen Europas: sei es die an den Deutsch-Sowjetischen Nichtangriffspakt vom August 1939 mit dem geheimen Zusatzprotokoll zur Aufteilung von „Interessensgebieten“ in Ost- und Südosteuropa, an die Besetzung Polens nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht und kurz darauf der Roten Armee, an die Annexion der baltischen Staaten durch die UdSSR, an den deutschen Überfall auf die Sowjetunion 1941, an den Besatzungsterror oder an den millionenfache Tod von Soldaten und Zivilisten.

Zur Konferenz kommen Fachleute der historischen und politischen Bildung aus ganz Europa zusammen. Unter anderem geht es um Opfer und Verantwortliche, den Umgang mit konkurrierenden, historischen Narrativen in Kunst und Kultur sowie den Einfluss der Diaspora auf Erinnerungspraktiken in postsozialistischen Ländern. Ein Ziel der Konferenz ist die Entwicklung von Strategien zur Sensibilisierung jüngerer Menschen für konkurrierende Erinnerungen. Die Keynote zum Stand der europäischen Erinnerungspolitik hält der Historiker und Autor Timothy Snyder (Yale Universität, USA).

Der Veranstaltungsort Kiew und der Zeitraum wurden anlässlich des 75. Jahrestags des Massakers von Babyn Jar ausgewählt. Am 29. und 30. September 1941, zwei Wochen nachdem die deutsche Wehrmacht in Kiew einmarschiert war, wurden in der am Stadtrand gelegenen Schlucht Babyn Jar 33.771 Kiewer Juden durch SS- und SD-Einheiten sowie lokale Milizen ermordet. Mehr als 100.000 Menschen wurden in den folgenden Monaten umgebracht. Babyn Jar ist heute ein zentraler Ort der Erinnerung an den Holocaust in Osteuropa.

Die Konferenz wird mit Mitteln des Auswärtigen Amtes unterstützt und ist Teil des Programms "Mapping Memories" der Bundeszentrale für politische Bildung: www.bpb.de/mapping-memories. Den Auftakt für die Reihe bildete eine Konferenz vom 29. November bis 3. Dezember 2015 in Wien: Mapping Memories of Post-1989 Europe.

Weitere Informationen und ein ausführliches Programm zur Konferenz unter: www.bpb.de/contested-memories

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