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Pressetext (01.07.2004)

Muslimische Akademie in Deutschland gegründet


Institution will gesellschaftliche und politische Partizipation von Muslimen fördern

In Berlin wurde heute die am 30. Juni 2004 gegründete "Muslimische Akademie in Deutschland" vorgestellt. Der Vorstandsvorsitzende ist Abdul Hadi Christian H. Hoffmann, seine beiden gleichberechtigten Stellvertreterinnen sind Dr. phil. Yasemin Karakasoglu und Riem Spielhaus. Professorin Barbara John, langjährige Ausländerbeauftragte des Berliner Senats, Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Vorstand des Trägervereins präsentierten Auftrag und Konzept der Institution, die ihre Anerkennung als unabhängiger Träger politischer Bildung anstrebt.

Laut Gründungsmanifest liegt der Schwerpunkt der Akademie auf "der Organisation gesellschaftlicher Diskurse" sowie auf der Förderung gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Das Angebot aus Seminaren, Fachtagungen, wissenschaftlichen Kolloquien und Diskussionen steht grundsätzlich jedem offen, richtet sich aber in erster Linie an die 3,5 Millionen Musliminnen und Muslime, die in Deutschland leben. Themenschwerpunkte sind Politik und Gesellschaft, Islamische Theologie und Philosophie, muslimisches Leben und Begegnungen von Religionen und Kulturen.

Finanziert werden soll die Arbeit der Muslimischen Akademie ausschließlich mit öffentlichen und privaten Mitteln aus Deutschland sowie von Seiten der Europäischen Union. Der Vorstand wird sich um Fördermittel bei privaten und öffentlichen Stiftungen und Geldgebern bemühen. In der Aufbauphase hat die Akademie ihr Büro in der Werkstatt der Kulturen in Berlin. In Zukunft soll es neben einer zentralen Verwaltungsstelle ein Netzwerk von Lernorten in ganz Deutschland geben.

"Einwanderung wird nur durch Integration fruchtbar. Wenn die deutsche Gesellschaft sich zur Integrationsgesellschaft entwickeln soll, müssen sich auch ihre Strukturen verändern", sagte Barbara John. Die Gründung der Muslimischen Akademie in Deutschland sei ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. bpb-Präsident Thomas Krüger betonte, dass sein Haus die interkulturelle Öffnung der politischen Bildung als eine zentrale und langfristige Aufgabe betrachte. "Wir müssen unsere Realität als Einwanderungsgesellschaft intellektuell und politisch neu bearbeiten. Das heißt auch, Ängste und Unsicherheiten ernst zu nehmen, Probleme zu benennen und gemeinsam nach lösungsorientierten Ansätzen suchen. Dazu wird die Muslimische Akademie ihren Teil beitragen", sagte Krüger.

  • Satzung (PDF-Version: 75 KB)
  • Manifest (PDF-Version: 70 KB)
  • Programm (PDF-Version: 51 KB)
  • Kurzvitae der Mitglieder (PDF-Version: 63 KB)

    Informationen
    Muslimische Akademie in Deutschland
    c/o Werkstatt der Kulturen
    Heinz Räther
    Wissmannstr. 32
    12049 Berlin
    Tel. +49 (0) 30 - 60 97 70 16
    E-Mail: heinz.raether@werkstatt-der-kulturen.de

    Pressekontakt
    Bundeszentrale für politische Bildung
    Swantje Schütz
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Adenauerallee 86
    53113 Bonn
    Tel.: +49 228 99515-284
    Fax: +49 228 99515-293
    E-Mail: schuetz@bpb.de
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