Pressekonferenz Wahl-O-Mat

6.5.2005

Stanford-Jurist und Internet-Aktivist Lawrence Lessig am 12. Mai zu Gast beim neuen bpb-Talk in Berlin

bpb präsentiert Diskussionsreihe mit amerikanischen Vordenkern: "Kontinentaldrift 3.0 – Amerika zwischen Europa und Asien"

Ist Informationsfreiheit? ein Bürgerrecht? Was bedeuten das Internet für die Freiheit und Kontrollierbarkeit des Einzelnen? Mit diesen und anderen Fragen eröffnet der neue bpb-Talk "Kontinentaldrift 3.0 – Amerika zwischen Europa und Asien" in Berlin.

"The american way of life" – eine klassische Redewendung, wenn Europäer über Amerika sprechen. Doch die Unterschiede zwischen europäischer und amerikanischer Lebensweise sind bei näherem Hinsehen alles andere als eindeutig. Schließlich hat Amerika den Großteil seiner kulturellen und politischen Wurzeln in Europa, auch wenn sich die USA gewissermaßen als Gegenmodell zu Europa verstehen. Der amerikanische Staat ging aus dem Kampf um die Weltherrschaft zwischen Großbritannien und Frankreich hervor. Der Start in die Unabhängigkeit begann im Winter 1773 mit der "Boston Tea Party", als Kolonialisten im Hafen von Boston eine Ladung britischen Tees versenkten.

Nach aktueller Definition war Amerika also schon damals ein Produkt der Globalisierung. Eine interessante Perspektive, wenn man bedenkt, dass die "Neue Welt" heute als Erfinderin dieses Phänomens gilt. Diese und andere Thesen sollen im neuen Talk "Kontinentaldrift 3.0 – Amerika zwischen Europa und Asien" diskutiert werden, der von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb organisiert wird. Die Veranstaltung nimmt damit Bezug auf die seit über zehn Jahren in Amerika intensiv geführte Diskussion über die Bürgerrechte. Im Zentrum der einzelnen Veranstaltungen steht dabei immer die Frage: Wie wirken sich die gesellschaftlichen Entwicklungen auf diese Rechte aus?

Ihre ganz persönlichen Antworten geben amerikanische Vordenker und Intellektuelle. Den Anfang macht der Stanford-Jurist Professor Lawrence Lessig. Der bekannte Internetaktivist spricht über "Pistolen und Eisenbahnen im amerikanischen Westen – Die Technologie der Macht und die Emotionen des kleinen Mannes" und damit über bedeutsame technische Errungenschaften, die ihren Ursprung in Europa haben. Die wichtigsten technischen Entwicklungen des 20. und 21. Jahrhunderts kommen hingegen aus Amerika. Dazu gehört auch das Internet. Eng mit diesem Medium verbunden ist die Diskussion um das Urheberrecht, denn nirgendwo sonst können Texte, Musik oder Bilder auf nie da gewesene Weise verbreitet werden. Dabei gilt in Amerika für jede E-Mail, jedes Lied und jedes Heimvideo das Urheberrecht. Ein juristischer Fehler, der Innovationen und Kreativität in einer Gesellschaft bremst, meint Lawrence Lessig, denn: "Bürgerrechte sind so wichtig wie das Copyright".

Kommentiert wird der Vortrag des Juristen, der für die Veranstaltung aus Amerika anreist, von Professor Peter Baldwin von der University of California in Los Angeles (UCLA). Die Einführung übernimmt bpb-Präsident Thomas Krüger. Moderiert wird die Veranstaltung von der amerikanischen Journalistin Anjana Shrivastava, die auch für die Konzeption der Reihe verantwortlich ist.

Lawrence Lessig ist am 12. Mai um 20.30 Uhr im Atrium des DBB-Forums Berlin, Friedrichstraße 169/170 zu Gast.

Der Vortrag wird simultan übersetzt, im Anschluss ist eine Diskussion geplant. Die Teilnahme ist kostenlos, Karten können bei der bpb vorbestellt werden.

Weitere Informationen unter: www.bpb.de/veranstaltungen

Pressekontakt/bpb

Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax: +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de


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