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Pressetext (13.06.2005)
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Fantastische Stimmung für Politik |

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"Berlin 05 - Festival für junge Politik" zeigt ein Ende der Politikmüdigkeit
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Berlin, 12. Juni 2005 – "Politik ist nicht von gestern, sondern für heute",
dieser Satz von Smudo, dem Sänger der Fantastischen Vier, brachte die
Stimmung von Berlin 05, dem Festival für junge Politik, auf den Punkt.
11.200 Jugendliche aus dem Bundesgebiet waren der Einladung des
Bundesjugendministeriums, der Bundeszentrale für politische Bildung und des
Deutschen Bundesjugendring auf die Berliner Wuhlheide gefolgt. Sie haben
geredet, gemacht und getanzt. Berlin 05 war kein Festival für, sondern von
Jugendlichen. Der Erfolg gab den Veranstaltern recht.
49 Stunden lang standen Politik, Partizipation und Party in der Berliner
Wuhlheide im Mittelpunkt. Bereits am Freitag waren die meisten Jugendlichen
aus der ganzen Bundesrepublik angereist, um mit Sarah Kuttner, den
Fantastischen Vier, Tocotronic und anderen Bands zu diskutieren und zu
feiern. "Jugendliche wollen sich einmischen. Das hat das Wochenende
gezeigt", so Renate Schmidt, Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen
und Jugend, in ihrem Resümee. Für Thomas Krüger, Präsident der
Bundeszentrale für politische Bildung, eine Bestätigung des eingeschlagenen
Wegs: "Berlin 05 war eine Veranstaltung von Jugendlichen, nicht für
Jugendliche. Der Erfolg hat uns recht gegeben." "Jugendliche engagieren sich
insbesondere, wenn sie ein Ziel vor Augen haben und ernst genommen werden",
zieht der Vorsitzende des Deutschen Bundesjugendring, Detlef Raabe, Bilanz.
Viele der über 100 "Come in Contract"-Projekte, in denen 8.000 Jugendliche
mit Politikerinnen und Politikern vor Ort klare Vereinbarungen getroffen
haben, konnten ihre Erfahrungen an die Festivalteilnehmerinnen und
-teilnehmer weitervermitteln.
"Politik ist nicht von gestern, sondern für heute", ermunterte Smudo, Sänger
der Fantastischen Vier, die Besucherinnen und Besucher des
Live-Konzertes am Samstagabend. Der Sänger Thomas D. zeigte sich von der
friedlichen Stimmung begeistert. Neben der senegalesischen Hip-Hop-Band
Daara Jay waren "Tocotronic" und die "Fantastischen Vier" die Top-Acts. Sie
machten insgesamt rund 20.000 jugendlichen Besucherinnen und Besuchern auf
der feucht-kalten Wuhlheide Lust auf Politik, darunter den
Festivalteilnehmerinnen und -teilnehmern.
Rund 150 Jugendliche haben fast ein Jahr lang an der Vorbereitung des
Festivals, das von der Bundeszentrale für politische Bildung, dem
Bundesjugendministerium und dem Deutschen Bundesjugendring veranstaltet
wurde, gearbeitet. "Wir waren erfolgreich, weil wir Jugendlichen den Raum
geboten haben, sich Politik auf ihre Art zu nähern", bilanziert
Jugend-Staatssekretär Peter Ruhenstroth-Bauer. Und bpb-Präsident Thomas
Krüger beobachtete: "Die Egotaktiker der jungen Generation haben nichts zu
verschenken. Sie zeigen sich bei der Wahl der Veranstaltungen, die sie
besuchen, besonders kritisch." Gut aufgenommen wurden deshalb besonders
nutzenorientierte Programme, wie der Lektürekurs für Parteiprogramme unter
dem Titel "Schon wieder eine Wahl und du weißt nicht, was du wählen sollst",
oder der "Debattierclub", in dem junge Erwachsene die Kunst der kontroversen
Rede verfeinern konnten. Auch zu entscheiden gab es jede Menge. Neben
Politopia, dem Wettbewerb für kreative Internetprojekte, wurden von den
Festivalteilnehmerinnen und -teilnehmern auch noch die Siegerinnen und
Sieger aus weiteren Wettbewerben, unter anderem einem Musik- und
Videowettbewerb, gekürt.
Aus der gesamten Bundesrepublik waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer
angereist. Mit 2.100 Teilnehmern nahm Baden-Württemberg den Spitzenplatz
ein. 1.900 reisten aus Nordrhein-Westfalen an, 1.400 Teilnehmer aus Bayern
und knapp 1.000 Jugendliche aus Sachsen.
Jugendliche sind Medienprofis, nicht nur als Rezipientinnen und Rezipienten,
sondern auch als Produzentinnen und Produzenten. Für die Interviewfragen der
über 170 akkreditierten Journalistinnen und Journalisten standen sie ebenso
Mann und Frau wie in der täglich erscheinenden Festivalzeitung "pulsiert*"
oder dem rund um die Uhr ausgestrahlten Campradio, das von 37 Redakteurinnen
und Redakteuren produziert und auf der Frequenz 95,2 MHZ ausgestrahlt wurde.
"Berlin 05 war ein Höhepunkt, nicht der Abschluss von Projekt P. Ernst
machen durch ernst nehmen, diesen Grundgedanken werden wir mit Projekt P
weiter gemeinsam verfolgen", gibt Jugendstaatssekretär Peter
Ruhenstroth-Bauer einen Ausblick.
"Projekt P - misch dich ein" fördert das politische Engagement von Kindern
und Jugendlichen und ist eine Initiative des Bundesministeriums für Familie,
Senioren, Frauen und Jugend, der Bundeszentrale für politische Bildung und
des Deutschen Bundesjugendring. P steht für Politik und Partizipation. Über
die Internetseite www.projekt-p.de finden Jugendliche Projekte in ihrer
Region sowie Hilfestellungen und Informationsmaterial für eigene Projekte.
Pressekontakt/bpb
Bundeszentrale für politische Bildung
Swantje Schütz
Adenauerallee 86
53113 Bonn
Tel.: +49 228 99515-284
Fax: +49 228 99515-293
E-Mail: schuetz@bpb.de |
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10. Februar 2012
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