Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Informationen zur politischen Bildung (Heft 270)

Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik


Werner Bührer
Inhalt

Einleitung

Tiefpunkt 1975

Technologischer Wandel

Sozialpartnerschaft auf dem Prüfstand

Suche nach Auswegen aus der Krise

Wirtschaftliche „Wende“

Sozialpartnerschaft auf dem Prüfstand
Die Kontroverse, die Mitte des Jahrzehnts zwischen den „Sozialpartnern“ entbrannte, drehte sich allerdings nicht darum, wie die Folgen des technologischen Wandels am besten bewältigt werden könnten. Im Mittelpunkt stand vielmehr die Frage der Mitbestimmung. Ausgelöst wurde der Streit durch einen Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Reform der Mitbestimmung, welcher, in Anlehnung an die seit 1951 geltende Regelung in der Montanindustrie, die Parität zwischen Anteilseignern und Arbeitnehmern im Aufsichtsrat vorsah. Betroffen waren rund 650 Großbetriebe mit jeweils mehr als 2000 Beschäftigten. Proteste der Unternehmerseite sorgten dafür, dass der Aufsichtsratsvorsitzende nach der endgültigen Regelung eine Zweitstimme erhielt, die es ihm erlaubte, bei Abstimmungen eine Pattsituation zu vermeiden.

Ungeachtet dieses allenfalls halben Erfolgs der Gewerkschaften klagten Vertreter der Unternehmer über deren vermeintliche Übermacht im politischen Leben der Bundesrepublik und malten das Schreckgespenst eines „Gewerkschaftsstaates“ an die Wand. Der Deutsche Gewerkschaftsbund nahm diese Angriffe zum Anlass, aus der „Konzertierten Aktion“ auszutreten. Dieser Schritt markierte das Ende der institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen Staat, Gewerkschaften und Unternehmerverbänden, die vor allem darauf abgezielt hatte, durch gemeinsame Anstrengungen, beispielsweise durch die Einhaltung von Lohnleitlinien, eine kontinuierliche wirtschaftliche Entwicklung zu gewährleisten; allerdings hatte die „Konzertierte Aktion“ bereits in den Jahren zuvor ihre Bedeutung als wirtschafts- und sozialpolitisches Verhandlungs- und Koordinierungsgremium weitgehend eingebüßt.

Hingegen bewährte sich das neue Mitbestimmungsgesetz vor allem insofern, als es die Zusammenarbeit zwischen Betriebsleitungen und Belegschaftsvertretern und damit eine Stärkung „kooperativer Unternehmenskulturen“ (Wolfgang Streeck) förderte. Das bedeutete, dass auch auf überbetrieblicher Ebene sich Arbeitgeberverbände und Gewerkschaften darum bemühten, Tarifkonflikte eher durch Verhandlungen als durch Streiks und Aussperrungen zu lösen.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
Bestellen
Inhalt
Bild vergrößern
Deutschland in den 70er/80er Jahren
Zu diesem Heft
Bundesrepublik Deutschland 1969 bis1973
Innere Entwicklung der Bundesrepublik bis 1989
Wirtschaftliche Entwicklung in der Bundesrepublik
Entwicklung der DDR bis Ende der 80er Jahre
Gesellschaft, Alltag und Kultur in der Bundesrepublik
Gesellschaft und Alltag in der DDR
Literaturhinweise
Redaktion
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika: