|
|
 |

 |

Informationen zur politischen Bildung (Heft 267)
 |
 |
 |
 |
 |
Die Deutschen in Polen |

 |
 |
Joachim Rogall
|
 |
 |
 |
 |
Unter den Aussiedlern standen bis 1989 diejenigen aus Polen zahlenmäßig an erster Stelle. Nach der politischen Wende in Polen nahm die Zahl der Aussiedler aus Polen jedoch rasch und drastisch ab. Zum Verständnis für diese Entwicklung ist zunächst ein kurzer Rückblick auf die Bevölkerungsentwicklung und die jüngere Geschichte dieser Region Mitteleuropas notwendig.
Das heutige polnische Staatsgebiet ist das Ergebnis einer Westverschiebung Polens als Folge des Zweiten Weltkrieges. Die Sowjetunion hatte 1945 die Ostgebiete des polnischen Staates der Vorkriegszeit annektiert und dafür die Ostgebiete des Deutschen Reiches nach dem Gebietsstand von 1937, Südostpreußen, Danzig, Pommern, Ostbrandenburg und Schlesien, polnischer Verwaltung unterstellt. Dieser auf der Potsdamer Konferenz auch von den Westalliierten anerkannte neue polnische Staatsbereich umfasst damit Gebiete, die seit Jahrhunderten zum deutschen Staats- und Kulturgebiet gehört hatten und bis 1945 fast ausschließlich von Deutschen bewohnt gewesen waren.
Im Verlauf der mittelalterlichen deutschen Ostbewegung wurden seit dem 12. Jahrhundert diese Landschaften durch Deutsche besiedelt. Die deutschen Einwanderer bildeten allmählich die Bevölkerungsmehrheit und die geringe slawische (in Ostpreußen: baltische) Vorbevölkerung wurde assimiliert. So entstanden aus deutschen und slawischen Wurzeln die Neustämme der Schlesier, Pommern und Ostpreußen. |
 |
 |
|
 |
20. März 2010
 |
 |
 |
Dossier |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
Das Dossier Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg bietet einen umfassenden Überblick vom Aufstieg der NSDAP in der Weimarer Republik bis zum Weltkriegsende 1945. Es beschäftigt sich zudem mit Fragen des Wiederaufbaus und der Erinnerung an diese Zeit. |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
|