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Informationen zur politischen Bildung (Heft 267)

Geschichte der Deutschen in Rumänien


Anneli Ute Gabanyi
Inhalt

Einleitung

Historischer Überblick

Anfang vom Ende: Krieg, Flucht, Verfolgung

Ausreisen

Chancen und Risiken des Verbleibs in Rumänien

Sinkende Akzeptanz in Deutschland

Stabilisierung und Wandel

Einleitung
Seit über 850 Jahren leben auf dem Territorium des heutigen rumänischen Staates Deutsche. Die Siedlungsgebiete der meisten deutschen Gruppen – Siebenbürger Sachsen, Banater und Sathmarer Schwaben, Bessarabiendeutsche, Buchenlanddeutsche, Dobrudschadeutsche, Landler, Durlacher, Deutschböhmen, Steyrer, Temeswarer, Zipser – waren Rumänien erst nach dem Ersten Weltkrieg auf der Grundlage der in den Jahren 1919 und 1920 geschlossenen so genannten Pariser Vorortverträge zugesprochen worden. In Bessarabien, einem Teil des rumänischen Fürstentums Moldau, das zwischen 1812 und 1918 von Russland annektiert war, lebten seit Beginn des 19. Jahrhunderts Deutsche. Die Buchenlanddeutschen siedelten seit dem Ende des 18. Jahrhunderts in der bis 1918 zu Österreich gehörenden Bukowina. Die Sathmarer Schwaben wurden im 18. Jahrhundert im Nordwesten Rumäniens von ungarischen Grundherren angesiedelt. Zur Zeit Kaiser Karls VI. und der Kaiserin Maria Theresia wurden zudem Protestanten aus den österreichischen Erblanden, die sogenannten Landler, zwangsweise in drei auf siebenbürgisch-sächsischem Gebiet gelegene Gemeinden „umgesiedelt“, wo sie Brauchtum und Idiom beibehalten haben. Bei der Volkszählung des Jahres 1930 bekannten sich 745421 (4,1 Prozent) von insgesamt 18057028 rumänischen Staatsbürgern zur deutschen Nationalität, 1977 wiesen die rumänischen Statistiken 227398 Deutsche (1,1 Prozent) aus. Bei der letzten Volkszählung vom 7. Januar 1992 wurden in Rumänien nur noch 119646 Deutsche gezählt. Das entsprach 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung von damals 22810035. Zur Jahresmitte 1997 war der Anteil der Deutschen in Rumänien weiter gesunken. Schätzungen sprechen von 50000 Deutschen (0,3 Prozent); die politische Vertretung der Rumäniendeutschen, das Demokratische Forum der Deutschen, geht hingegen noch von einer Zahl von knapp 100000 in Rumänien verbliebenen Deutschen aus. Damit ist ein Kapitel deutscher Siedlungsgeschichte in Rumänien in seiner bisherigen Form zu Ende gegangen. Die Zahl der Deutschen aus Rumänien, die sich seit 1950 in der Bundesrepublik Deutschland niedergelassen haben, lag zum Ende des Jahres 1999 bei rund 430000. Das entspricht zwölf Prozent aller Vertriebenen und Aussiedler in diesem Zeitraum.
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20. März 2010
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Einführung
Die Deutschen in Polen
Geschichte der Deutschen in Rumänien
Die Entwicklung in Russland und in der Sowjetunion
Die Situation in der Gemeinschaft unabhängiger Staaten (GUS)
Zuwanderung und Integration in der Bundesrepublik Deutschland
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