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Massenmedien (Heft 260)
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Vielfalt und Aufgaben der Printmedien |

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Hanni Chill / Hermann Meyn
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Kennzeichnend für die Struktur der Presse in der Bundesrepublik sind
- privates Eigentum,
- hohe Zahl von Zeitungstiteln,
- lokale Bindung vieler Tageszeitungen,
- starke Position von Regionalzeitungen,
- wenige überregionale Blätter,
- reiches Zeitschriftenangebot,
- schwach entwickelte Parteipresse,
- Anzeigenabhängigkeit,
- Konzentration.
Im internationalen Vergleich ist das Zeitungs- und Zeitschriftenangebot der Bundesrepublik äußerst vielfältig. Die hohe Zahl von nahezu 1600 Zeitungsausgaben täuscht allerdings insofern, weil viele Zeitungsausgaben im allgemeinen politischen Teil nicht journalistisch selbständig gestaltet sind. Zum Teil werden auch eingekaufte Mantelteile von anderen Zeitungen übernommen. Der Pressestatistiker Walter J. Schütz kommt 1997 auf 135 Vollredaktionen. 1954 waren es in Westdeutschland 225, 1989 nur noch 119. Nach dem Beitritt der DDR zur Bundesrepublik stieg die Zahl 1991 auf 158.
Zeitungs- und Zeitschriftenverlage sind in der Bundesrepublik in der Regel private Wirtschaftsunternehmen. In der früheren DDR war das anders. Dort gehörten Presseerzeugnisse von der Druckmaschine bis zum Titel Parteien und Massenorganisationen, vor allem der SED. 1990/91 privatisierte die Berliner Treuhandanstalt, die für die Überführung von bisher volkseigenem Vermögen in der DDR in Privateigentum zuständig war, diese Verlage und verkaufte sie an westdeutsche Unternehmen. |
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10. Februar 2012
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