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Massenmedien (Heft 260)
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Vielfalt und Aufgaben der Printmedien |

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Hanni Chill / Hermann Meyn
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Von den rund 25 Millionen Tageszeitungen, die täglich verkauft werden, entfallen fast sechs Millionen Exemplare auf die Boulevardpresse. Das sind jene Blätter, die ausschließlich am Kiosk zu haben sind und die nicht nur an Stammtischen wegen ihrer populären Themen, sondern auch in der politischen Meinungsbildung wegen ihres Urteils über Politiker eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen. Kennzeichnend für diesen Zeitungstyp ist die auffällige Aufmachung: Reißerische Überschriften, großformatige Fotos, Sex- und Grusel-, Prominenten- und Skandal-Geschichten.
Wegen ihrer außergewöhnlich hohen Auflage nimmt die "Bild-Zeitung" (Axel Springer Verlag) eine Sonderstellung ein.
Die Meinungen über das Blatt sind geteilt. Seine Anhängerinnen und Anhänger loben
- Aktualität und die Kürze der Artikel,
- die leicht verständliche Sprache,
- das Engagement mit Aktionen wie ",Bild' kämpft für Sie!",
- den hohen Unterhaltungswert,
- den ausführlichen Sportteil.
Kritiker und Kritikerinnen betonen, "Bild"
- vereinfache viele Sachverhalte bis zur Verfälschung des Nachrichtenkerns,
- bausche unwichtige Themen auf und lasse wichtige weg,
- verwende Methoden der Nachrichtenbeschaffung, die zuweilen außerhalb der Legalität lägen,
- schüre Emotionen und appelliere an niedere Instinkte der Leserschaft,
- verstoße häufiger als alle anderen Zeitungen gegen die "Publizistischen Grundsätze" des Deutschen Presserates.
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10. Februar 2012
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