Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Massenmedien (Heft 260)

Vielfalt und Aufgaben der Printmedien


Hanni Chill / Hermann Meyn
Inhalt

Historische Entwicklung

Struktur

Lokale Presse

Alternative lokale Publizistik

Anzeigenblätter

Regionale Presse

Überregionale Presse

Straßenverkaufspresse

Wochenzeitungen

Nachrichtenmagazine

Parteipresse

Zeitschriften

Bedeutung der Anzeigen

Pressekonzentration

Nachrichtenmagazine
Bis zum Jahre 1993, als der Münchner Burda-Verlag "Focus" herausbrachte, hatte "Der Spiegel" als einziges Nachrichtenmagazin eine Monopolstellung. Das von Rudolf Augstein gegründete Magazin, an dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu 50 Prozent beteiligt sind, verarbeitet Nachrichten mit kommentierendem Akzent zu Stories.

Kritisch wird immer wieder eingewandt, das Nachrichtenmagazin

  • vermenge Fakten mit Meinungen,

  • informiere einseitig und pflege eine herabsetzende Sprache,

  • richte seine Kritik vor allem gegen Unionspolitiker.
Als positiv wird hervorgehoben, der "Spiegel"

  • bringe viele zusätzliche Informationen, die nur durch gründliche Recherche beschafft werden könnten,

  • decke Skandale und Affären auf, die für die Öffentlichkeit von Bedeutung seien,

  • mache politische Prozesse und Entscheidungen durch Charakterisierung der handelnden Personen verständlicher,

  • greife neue Themen auf und belebe dadurch die politische Diskussion.
Ähnlich wie der "Spiegel" (Auflage: 1,1 Millionen) stellt auch "Focus" (Auflage: 750000) Informationen in einen Handlungszusammenhang. Das Magazin, nach dem "Stern" und dem "Spiegel" das Blatt mit den drittgrößten Werbeumsätzen (über 300 Millionen DM), legt großen Wert auf graphische Gestaltung und kurze Beiträge, die es den Lesenden ermöglichen, sich rasch über komplizierte Sachverhalte zu informieren.

In Diskussionen über die Macht der Medien wird gerade im Zusammenhang mit dem "Spiegel" und "Focus" gelegentlich die Frage gestellt, ob die Medien nicht die vierte Gewalt im Staat sind. Nach der Gewaltenteilungstheorie von Montesquieu, einem französischen Gelehrten des 18. Jahrhunderts, gibt es nur drei Gewalten, nämlich das Parlament (Legislative), die Regierung (Exekutive) und die Gerichte (Judikative). In der Praxis wirken die Medien selbstverständlich auf diese Gewalten ein. Sie stellen aber keinen geschlossenen Block neben diesen drei Gewalten dar.
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden