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Informationen zur politischen Bildung (Heft 255)
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Grundlagen der Außenpolitik |

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Miriam Rohde
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Blick auf eine der Südkurilen-Inseln, die von der Sowjetunion im Zweiten Weltkrieg aus strategischen Gründen besetzt wurde und nun zwischen Rußland und Japan umstritten ist.
Foto: Kyodo
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Territorial umstritten sind die zwischen Japan und Südkorea liegenden Liancourt-Felsen.
Foto: Kyodo
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Die Außenpolitik Japans seit 1945 orientierte sich im wesentlichen an den USA als einzigem militärischen Bündnis- und wichtigstem Wirtschaftspartner. Die Rolle der USA als Schutzmacht ist um so bedeutender für die japanische Sicherheit, als sich das Land in Artikel 9 seiner Verfassung nur Selbstverteidigungskräfte mit geringer personeller und materieller Ausstattung zugesteht. Die Ablehnung der Herstellung und Stationierung von Atomwaffen gehört nach den Atombombenabwürfen von Hiroshima und Nagasaki ebenfalls zu den ehernen Grundsätzen der japanischen Außenpolitik. Gegenüber den mit Atomsprengköpfen ausgerüsteten Armeen der kommunistischen Nachbarstaaten China, Nordkorea und der Sowjetunion war der nukleare Schutzschirm der USA insbesondere während des Kalten Krieges daher für die japanische Sicherheit unentbehrlich.
Die Stationierung amerikanischer Streitkräfte auf japanischem Territorium sowie die Begrenzung der japanischen Streitkräfte erfüllen auch nach dem Ende des Kalten Krieges noch eine wichtige Funktion. Sie signalisieren und garantieren den asiatischen Nachbarstaaten, die während des Pazifischen Krieges unter japanischer Besatzung zu leiden hatten, daß von der größten Wirtschaftsmacht der Region heute keine militärische Bedrohung mehr ausgeht. Für die USA ist der Verteidigungspakt mit Japan das Rückgrat ihrer Asienpolitik.
Neben dem militärischen Bündnis mit den USA gehört ein von Japan entwickeltes Konzept “umfassender Sicherheit” zu den Grundlagen der Außenpolitik. Es basiert auf der Überzeugung, daß Staaten mit engen wirtschaftlichen Verflechtungen nicht in kriegerische Auseinandersetzungen miteinander treten, weil sie beide zu hohe Verluste davontragen würden. Wichtigstes Mittel dieser umfassenden Sicherheitspolitik sind die Gelder der staatlichen Entwicklungshilfe (ODA: Official Development Assistance, Öffentliche Entwicklungshilfe). Auch die Gründung der APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation, Asiatisch-Pazifische Wirtschaftskooperation), an der Japan maßgeblich beteiligt war, unterstützt dieses Konzept. |
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19. März 2010
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