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Informationen zur politischen Bildung (Heft 287)

Industrie im Spannungsfeld von Ökonomie und Ökologie


Klaus Jacob
Inhalt

Einleitung

Maßnahmen gegen industrielle Umweltbelastungen

Wirkungen ökologischer Modernisierung

Einleitung
Die industrielle Herstellung von Gütern ist mit der Nutzung von Umweltressourcen untrennbar verbunden. Das beginnt bei der Entnahme und dem Transport von Rohstoffen, deren Verarbeitung in vielen Zwischenschritten und hört mit dem Transport der Produkte nicht auf. Dabei werden Rohstoffe und Energie verbraucht, Emissionen in Luft, Boden und Wasser geleitet, und es entstehen Produktionsabfälle. Industrieprozesse und -feuerungen trugen im Jahr 2001 in Deutschland zu circa 35 Prozent der SO2-Emissionen und zu knapp 20 Prozent der CO2-Emissionen bei (www.umweltdaten.de). Nicht nur die Herstellung, sondern auch Produkte selbst können mehr oder weniger umweltfreundlich gestaltet sein. Das betrifft zum Beispiel mögliche Inhaltsstoffe, Energie- oder Wasserverbrauch während des Gebrauchs oder Belastungen, die durch deren Entsorgung entstehen. Bei der Produktion und bei der Nutzung industrieller Güter fallen damit Kosten an, sei es in Form verminderter Umweltqualität oder in Form von Schäden bei anderen Nutzern dieser Umweltgüter. Soweit diese Kosten nicht vom Verursacher getragen werden, wird von negativen externen Effekten gesprochen.
Ziel umweltpolitischer Maßnahmen ist es, industriell bedingte Umweltbelastungen zu vermindern sowie die Entwicklung und Vermarktung umweltfreundlicherer Produkte zu fördern. Staatliche Auflagen zur Verminderung von Umweltauswirkungen verursachen jedoch auch Kosten bei den betroffenen Sektoren. Daher ist Umweltpolitik Anlass für oft scharfe Auseinandersetzungen zwischen diesen Branchen und Umweltbehörden, aber auch innerhalb des Regierungsapparates, zwischen dem Umweltressort und den Ministerien, denen die Interessen der Industrie näher stehen. Bisherige umweltpolitische Strategien haben mit unterschiedlichen Instrumenten versucht, auf diese Zielkonflikte zu reagieren.
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09. Februar 2012
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