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Schriftenreihe (Bd. 386)
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5.2 Kryptografie |

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Organisationen wie die National Security Agency (NSA) sind derzeit mit nur geringen Einschränkungen in der Lage, jedes einzelne Individuum abzuhören – auch wenn sich die NSA bemüht, ein weniger furchterregendes Bild von sich zu verbreiten. Die Kryptografie kann diese Lauschzugänge theoretisch erschweren. Daher fordern geheimdienstliche und polizeiliche Organisationen so genannte backdoors in den Codes, die ihnen den Zugriff auf verschlüsselte Daten ermöglichen. Ein flächendeckendes Projekt, alle Kommunikationstechnologien mit einer Abhörschnittstelle, einem sogenannten Clipper Chip zu versehen, ist in den USA gescheitert.
Die Verschlüsselung gewährleistet bei der Datenübertragung die Privatsphäre, die notwendig ist, wenn Nachrichten ausschließlich vom Empfänger gelesen werden sollen. Wenn Regierungen um ihre Kontrollmöglichkeiten fürchten, führt das normalerweise zu strengeren Gesetzen. Die oft gehörte Vermutung, das Internet sei ein rechtsfreier Raum, wurde bereits als falsch widerlegt. Einige Bereiche werden vom Gesetz sehr klar kontrolliert. Einer davon ist die Kryptografie. Das Verbot der Kryptografie oder zumindest ihre Einschränkung wird als angemessene Maßnahme gegen das Verbrechen betrachtet beziehungsweise galt in der Vergangenheit uneingeschränkt als solche. Mittlerweile müssen auch staatliche Einrichtungen zugeben, dass sich diese Einschränkungen vorwiegend gegen die Bevölkerung statt gegen illegale Akteure wenden. Daher wurden in den letzten fünf Jahren die Gesetze in vielen Ländern geändert. Sogar die USA, ein Land mit sehr restriktiven Kryptografie-Regelungen, haben ihre Gesetze im Jahr 2000 liberalisiert. |
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10. Februar 2012
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