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Informationen zur politischen Bildung (Heft 280)

Informationsrevolution und ihre Folgen


Gebhard Schweigler
Inhalt

Einleitung

Technische Voraussetzungen

Neue Kommunikationsmittel

Politische Auswirkungen

Einleitung
Karl V., im 16. Jahrhundert Kaiser des Heiligen Römischen Reiches und König von Spanien, konnte mit Fug und Recht behaupten, dass in seinem Reich die Sonne nie unterging. Heute sind es die Mitglieder des Managements multinationaler Konzerne, internationaler Finanzströme und weltumspannender Nachrichtensender, für die die Zeit nicht mehr stillsteht: Ihr Geschäft läuft rund um die Uhr und rund um den Globus unter Aufhebung bisher gültiger Grenzen von Raum und Zeit.

Seit dem von den europäischen Mächten dominierten Zeitalter des Kolonialismus ist die Welt näher zusammengerückt, vorangetrieben und gefördert durch Entwicklungen, die eine immer schnellere und umfassendere Kommunikation bewirkten: angefangen mit dem Buchdruck ab dem 15. Jahrhundert, später durch die Verbreitung der Telegrafie, des Telefons und des Rundfunks.

Gleichzeitig nahmen paradoxerweise die Grenzziehungen in der Welt zunächst zu. Die Ideologie des Nationalismus und das von zivilen wie kirchlichen Missionaren gepredigte Recht auf Selbstbestimmung stießen bei den unterdrückten Völkern auf so starke Resonanz, dass sie ihre politische Unabhängigkeit durchsetzen konnten. Das Ende von Kolonialismus und Imperialismus förderte die Neugründung von immer mehr Nationalstaaten, die vor allem darauf bedacht waren, ihre Selbstständigkeit zu sichern und sich gegen drohende Bevormundungen jeglicher Art abzugrenzen. Gleichzeitig vertieften sich ideologische Auseinandersetzungen und der internationale Wettbewerb um Macht und Einfluss. So entstanden ständig neue Grenzen. Im Zeitalter des Kalten Krieges erreichte der Prozess der Abgrenzung schließlich einen traurigen Höhepunkt - symbolisiert durch den "Eisernen Vorhang" zwischen Ost und West und die Mauer in Berlin.

Doch die neu geschaffenen Grenzen erwiesen sich bald als zunehmend durchlässig: Der Verkehr von Menschen und Gütern ließ sich zwar noch einschränken, aber Informationen aller Art konnten immer weniger effektiv aufgehalten werden. Eine Vielzahl verschiedener Prozesse griff hier ineinander. Technische Entwicklungen trugen dazu bei, die Kommunikationsmittel rapide zu verbessern, zu verbilligen, zu vereinfachen und zu verkleinern.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Globalisierung
Zu diesem Heft
Grundzüge der Globalisierung
Informationsrevolution und ihre Folgen
Weltwirtschaft und internationale Arbeitsteilung
Gesellschaften unter Globalisierungsdruck
Chancen und Risiken für Entwicklungsländer
Außen- und Sicherheitspolitik vor neuen Herausforderungen
Lösungsansätze für globale Umweltprobleme
Menschenrechte für alle?
Globaler Terrorismus
Regieren im Weltmaßstab
Kulturen zwischen Globalisierung und Regionalisierung
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