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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 52/2008)
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Lady Di - Die moderne Madonna |

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Ulrich Steuten / Hermann Strasser
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In der Nacht zum 31. August 1997 kam die britische Prinzessin Diana Frances Mountbatten-Windsor, geborene Spencer, bei einem tragischen Autounfall in Paris ums Leben. Ihr Tod löste weltweit eine Welle der Trauer und Anteilnahme aus, wie es sie äußerst selten gegeben hat. Nach Schätzungen verfolgten mehr als zwei Milliarden Menschen die Trauerfeierlichkeiten im Fernsehen oder Rundfunk, über eine Million Menschen versammelten sich in den Straßen entlang des Trauerzugs zu Londons Westminster Abbey. Und in den folgenden Jahren ist ein Prozess der Glorifizierung von "Lady Di", wie die Prinzessin von Wales schon zu Lebzeiten im Volksmund genannt wurde, in Gang gekommen.
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Zur Person |
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Ulrich Steuten Dr. phil., geb. 1957; Dipl.-Pädagoge in der Erwachsenenbildung und Lehrbeauftragter für Soziologie an der Universität Duisburg-Essen.
E-Mail: ulrich.steuten@uni-due.de
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Zur Person |
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Hermann Strasser Dr. rer. oec., PhD, geb. 1941; em. Professor für Soziologie, Leiter der Forschungsgruppe Sozialkapital an der Universität Duisburg-Essen.
E-Mail: hermann.strasser@uni-due.de
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Allenfalls die Ermordung John F. Kennedys dürfte in den vergangenen Jahrzehnten ein vergleichbares Echo der Bestürzung und des Mitgefühls ausgelöst haben. Ähnlich wie bei Kennedy sind die Spekulationen über die Hintergründe ihres Todes bis heute nicht abgerissen. Verschwörungstheorien oder Gerüchte über die Beteiligung ausländischer Mächte oder des britischen Geheimdienstes machen in den Gazetten die Runde. Erst vor kurzem kam es zu einer höchstrichterlichen Entscheidung, dass kein Beweis vorliege, "dass Prinz Philip den Mord der Prinzessin von Wales angeordnet hat". Doch anders als nach dem gewaltsamen Tod des amerikanischen Präsidenten ist auch elf Jahre nach Prinzessin Dianas Tod immer noch eine starke emotionale Anteilnahme breiter Bevölkerungsschichten wahrzunehmen.
Die authentischen Bekundungen von Trauer und Wertschätzung, die der Toten weltweit entgegengebracht und seit Jahren von mehreren Seiten instrumentalisiert werden, sind unübersehbar. Das Leben und Sterben der Prinzessin von Wales ist offensichtlich geeignet, einer populären Mythenbildung in der modernen Gesellschaft Substanz zu verleihen. Vor allem bietet es die Möglichkeit, einen modernen Kult zu etablieren, der sich im Zuge politischer Opportunitäten und kommerzieller Interessen steuern und nutzen lässt. Doch was macht Lady Di zu einer derart idealen Kultfigur? |
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10. Februar 2012
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Schriftenreihe |
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Das Kult-Buch - Glanz und Elend der Kommerzkultur
Du bist, was Du kaufst: Waren sind Kultobjekte. Mit ihnen bringen wir
unsere Identität zum Ausdruck. Dabei zählen im heutigen Lifestyle-Kapitalismus Erlebnis und Image meist mehr als der Gebrauchswert. |
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Schriftenreihe |
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Republik der Wichtigtuer
Wie spielen Politik und Medien in Deutschland zusammen? Die Journalistin Tissy Bruns berichtet vom "Jahrmarkt der Eitelkeiten" und analysiert gleichzeitig unsere Medienrepublik. |
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