Die bpbBestellenNewsletterPressePartnerImpressumKontakt

Home
   
FAQ Index
Suche

Themen
Publikationen
Arbeitsmaterialien Medien
Aus Politik und Zeitgeschichte
AV-Medienkatalog
CD-ROM/ CD/ DVD
Einzel-
publikationen
Entscheidung im Unterricht
Filmhefte
fluter
HanisauLand
Informationen zur politischen Bildung
Info aktuell
Internet-Angebote
Mobile Angebote
Karten
Pocket
Rechtsreihe
Schriftenreihe
Spicker Politik
Thema im Unterricht
Themenblätter im Unterricht
Themen und Materialien
Zeitbilder
Spiele
Sonstige
Was geht?
Suche
Veranstaltungen
Wissen
Lernen


Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 45/2005)

Nutzen und Nachteil des amerikanischen Imperiums - Essay


Herfried Münkler
Inhalt

Einleitung

Was ist ein Imperium?

Die Ordnung der Weltwirtschaft und die Rolle des Öls

Die Selbstblockade der arabisch-islamischen Welt

Der Nahostkonflikt

Einleitung
Der Begriff des Imperiums hat in der westlichen Welt einen schlechten Klang. In der Regel werden damit Expansion und Unterdrückung, Ausbeutung und Gewalt assoziiert. Von den friedensstiftenden Leistungen der Imperien ist selten die Rede, was wohl auch damit zu tun hat, dass der imperiale Frieden als einer gilt, der mehr auf Zwang und Unterdrückung denn auf freiwilliger Zustimmung beruht. Die jüngere Literatur über eine friedliche Weltordnung dreht sich ausschließlich um den republikanischen Frieden im Anschluss an Kant, während sich zum imperialen Frieden, wie ihn Dante entworfen hat, kein aktualisierender Bezug findet.

Zur Person
Herfried Münkler
Dr. phil., geb. 1951; Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Humboldt-Universität zu Berlin. HUB, Philosophische Fakultät III, Unter den Linden 6, 10099 Berlin
E-Mail: herfried.muenkler@rz.hu-berlin.de

Das hat viele Gründe: Der Untergang der europäischen Kolonialreiche und die Verarbeitung dieses Untergangs als positiv verlaufener Lernprozess dürfte der wichtigste sein. In Deutschland kommen das zweimalige Scheitern einer gewaltsamen Imperienbildung sowie dessen moralische und materielle Kosten hinzu. Und in den USA hat der antiimperiale Gründungsmythos, die Befreiung vom britischen Empire durch einen Unabhängigkeitskrieg, lange dafür gesorgt, dass eine Selbstbeschreibung als Imperium nicht in Frage kam. Imperial - das waren immer die anderen, vor allem die Sowjetunion, bis zu ihrem Zusammenbruch Anfang der neunziger Jahre Inbegriff des Imperiums. Dementsprechend sieht das Bild des Imperiums aus: Eine wesentlich auf militärischer Übermacht beruhende Ordnung, die den Unterworfenen das Recht auf Selbstbestimmung und Mitsprache verweigert.

Das hat sich zuletzt ein wenig geändert, weil eine Reihe amerikanischer Intellektueller und Wissenschaftler zu einer positiv akzentuierten Selbstbezeichnung der USA als Empire übergegangen sind. Dabei haben sie das Bild eines liberalen Imperiums entworfen, nicht nur, weil sie an die friedlichen und zivilisierenden Traditionen einiger Weltreiche, namentlich des Römischen und Britischen, erinnerten, sondern auch, weil die Vorstellung einer Weltordnung ohne die von den USA erbrachten Ordnungsleistungen, also der Übergang von einer uni- zu einer multipolaren Welt, inzwischen nicht mehr nur Behagen, sondern auch Sorge bereitet. Damit war die Debatte über Nutzen und Nachteil imperialer Ordnungen neu eröffnet.[1]
Themen | Wissen | Veranstaltungen |
Publikationen | Lernen |
Die bpb | Bestellen | Newsletter | Presse | Partner |
Impressum | Datenschutz | Kontakt | Home
10. Februar 2012
Druck-Version
Artikel versenden
PDF-Version
Inhalt
Bild vergrößern
Barcelona-Prozess
Editorial
Nutzen und Nachteil des amerikanischen Imperiums - Essay
Zehn Jahre Barcelona-Prozess: Eine gemischte Bilanz
Europäische Mittelmeerpolitik aus arabischer Sicht
Die Euro-Mediterrane Partnerschaft und der Nahostkonflikt
Demokratisierung des Greater Middle East
Freiheit und Entwicklung in der arabischen Welt
Lexikonsuche
Suchwort:
Lexika: