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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 28-29/2005)

Fragile Staatlichkeit als globales Sicherheitsrisiko


Ulrich Schneckener
Inhalt

Einleitung

Sicherheitsstrategien von USA und EU

High Level Panel der Vereinten Nationen

Fragile Staaten und "neue Kriege"

Fragile Staaten und Terrorismus

Fragile Staaten und "Schattenglobalisierung"

Strategien externer Akteure

Dilemmata beim state-building

Perspektiven

Fragile Staaten und "Schattenglobalisierung"
Fragile Staaten ermöglichen zumeist aufgrund mangelnder Kontroll- und Steuerungskapazitäten den Auf- und Ausbau transnationaler Aktivitäten, die ihrerseits den Erosionsprozess weiter verstärken und häufig neue Probleme in anderen Weltregionen schaffen. Darunter lassen sich verschiedene Phänomene subsumieren wie etwa Geldwäsche, Kapitalflucht, Schmuggel und Kleinkriminalität, transnationale Korruption, organisierte Kriminalität, Proliferation von nuklearem Material, Drogen-, Diamanten- und Waffenhandel, unregulierte Umschlagplätze für Waren und Güter, informelle Arbeitsmärkte sowie Flucht- und Migrationsbewegungen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Vernetzung lokaler Kriegsökonomien mit regionalen oder globalen Absatzmärkten, ohne die eine (Re-)Finanzierung der Konflikte in den meisten Fällen kaum möglich wäre.

Diese Entwicklung grenzüberschreitender "Schwarzmärkte", auch als "Schattenglobalisierung" bezeichnet, findet nicht zuletzt seinen Ausdruck in einer signifikanten Zunahme des informellen und kriminellen Sektors innerhalb der Gesellschaft, da im Zuge des schleichenden Staatszerfalls reguläre Einkommensquellen für die Masse der Bevölkerung wegfallen.[12]
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Zerfallende Staaten
Editorial
Failed States und Globalisierung - Essay
Vom Entwicklungsstaat zum Staatsverfall
Fragile Staaten als Problem der Entwicklungspolitik
Good Governance gegen Armut und Staatsversagen
Fragile Staatlichkeit als globales Sicherheitsrisiko
Der Aufstieg des Lokalen
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Aus Politik und Zeitgeschichte
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Der Nationalismus bleibt ein geschichtsmächtiger Faktor. Die Idee der Nation wurde zum Motor der Neugestaltung Osteuropas. Bringt der Nationalstaat im Globalisierungszeitalter ausreichend Integrationskraft auf, um die Stabilität von Gesellschaften zu gewährleisten?
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