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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 34-35/2006)

Kultur- oder "Kreativwirtschaft": Was ist das eigentlich?


Andreas Joh. Wiesand
Inhalt

Einleitung

Eine neue "kreative Klasse"?

"Kulturwirtschaft" oder "Creative Industries"?

Akademische und politische Hypotheken

Wer sind die "Kreativen"?

"Kulturwirtschaftsberichte" - Brücken zwischen Politik, Kultur und Ökonomie

Einige zentrale Ergebnisse der Berichte

Empfehlungen - nicht nur für die Schublade

Ein Vorschlag zur Diskussion: der "Kreativsektor"

Einleitung
Kulturwirtschaft? Nein, "Creative Industries" ist doch neuerdings der angesagte Begriff - und auch in Mitteleuropa schon Gegenstand eigener "Kreativwirtschaftsberichte".[1] Warum halten wir uns dann nicht gleich an den derzeit einflussreichen amerikanischen Guru Richard Florida, der seine ökonomischen Theorien zum Beschäftigungswachstum wirkungsvoll als Aufstieg einer neuen, "kreativen Klasse" inszeniert?[2]

Zur Person
Andreas Joh. Wiesand
Dr. phil., geb. 1945; Leiter des Zentrums für Kulturforschung in Bonn und Executive Director des European Institute for Comparative Cultural Research (ERICarts), Dahlmannstr. 26, 53113 Bonn; Professor für Kulturmanagement/Kulturpolitik an der Hochschule für Musik und Theater, Hamburg. www.kulturforschung.de und: www.ericarts.org

Haben sich Florida und andere vielleicht sogar vom Yoruba-Gott Ogun inspirieren lassen, den der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka 1986 inseiner Rede zur Verleihung des Literatur-Nobelpreises als Hüter der Kreativität herausstellte? In der Interpretation von Soyinka ist Ogun, wie wir heute sagen würden, eine Art "Manager der Kreativität", der die Welt der Ahnen mit den Welten der Lebenden und der Ungeborenen verbindet, ständig für neue Interaktionen und Realitäten sorgt - ein Vorbild für unseren aktuellen Hunger nach Kreativität?
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18. März 2010
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Kulturwirtschaft
Editorial
Kulturwirtschaft und Raumentwicklung Essay
Kultur- oder "Kreativwirtschaft": Was ist das eigentlich?
Daten und Fakten zur Kulturwirtschaft
Kulturberufe und Kulturwirtschaft - Gegensatz oder Symbiose?
Strukturwandel durch Kulturwirtschaft
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