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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 34-35/2006)
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Kultur- oder "Kreativwirtschaft": Was ist das eigentlich? |

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Andreas Joh. Wiesand
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Kulturwirtschaft? Nein, "Creative Industries" ist doch neuerdings der angesagte Begriff - und auch in Mitteleuropa schon Gegenstand eigener "Kreativwirtschaftsberichte". Warum halten wir uns dann nicht gleich an den derzeit einflussreichen amerikanischen Guru Richard Florida, der seine ökonomischen Theorien zum Beschäftigungswachstum wirkungsvoll als Aufstieg einer neuen, "kreativen Klasse" inszeniert?
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Zur Person |
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Andreas Joh. Wiesand Dr. phil., geb. 1945; Leiter des Zentrums für Kulturforschung in Bonn und Executive Director des European Institute for
Comparative Cultural Research
(ERICarts), Dahlmannstr. 26, 53113 Bonn;
Professor für Kulturmanagement/Kulturpolitik
an der Hochschule für Musik
und Theater, Hamburg.
www.kulturforschung.de und: www.ericarts.org
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Haben sich Florida und andere vielleicht sogar vom Yoruba-Gott Ogun inspirieren lassen, den der nigerianische Schriftsteller Wole Soyinka 1986 inseiner Rede zur Verleihung des Literatur-Nobelpreises als Hüter der Kreativität herausstellte? In der Interpretation von Soyinka ist Ogun, wie wir heute sagen würden, eine Art "Manager der Kreativität", der die Welt der Ahnen mit den Welten der Lebenden und der Ungeborenen verbindet, ständig für neue Interaktionen und Realitäten sorgt - ein Vorbild für unseren aktuellen Hunger nach Kreativität? |
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09. Februar 2012
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