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In der gespannten Atmosphäre des Kalten Kriegs erreichte die Militärspionage eine bis dahin nicht gekannte Dimension. Auf der Basis erstmals freigegebener Akten des Bundesnachrichtendienstes und Dokumenten des Ministeriums für Staatssicherheit beschreiben die Militärhistoriker Armin Wagner und Matthias Uhl die Tätigkeit westdeutscher Geheimdienste an der Frontlinie der beiden großen Weltmächte: Die gemeinsame Sprache und die Vielzahl verwandtschaftlicher Beziehungen ließen den Spionageeinsatz Tausender westdeutscher Reisender, Hausfrauen, Rentner und Studenten besonders lohnend erscheinen. In den Strukturen, Methoden und im Alltag dieser Aktionen spiegelt sich aber zugleich die Crux der deutsch-deutschen Ausspähung: hier der freiheitlich-demokratische Rechtsstaat mit seinen geheimdienstlichen Restriktionen, dort die vom MfS dominierte, hermetisch abgeschottete DDR mit ihren speziellen Sicherheitsinteressen.
Autor: Armin Wagner / Matthias Uhl, Seiten: 295, Erscheinungsdatum: 28.02.2008, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1658


