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Informationen zur politischen Bildung (Heft 268)
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Von den Kolonien zur geeinten Nation |

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Jörg Nagler
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Der Aufstieg der ehemals an der Peripherie des englischen Weltreiches gelegenen Kolonien zur Groß- und Weltmacht des 20. Jahrhunderts ist ein einzigartiges Phänomen der Neuzeit, und die zentrale Bedeutung der Vereinigten Staaten als letzte verbliebene Supermacht nach Ende des Ost-West-Konfliktes und Zerfall der UdSSR macht ein näheres Verständnis ihrer multi-ethnischen, pluralistisch-demokratischen Gesellschaft unabdingbar. Die auch im 21. Jahrhundert zweifellos weiter fortschreitende Globalisierung verstärkt die Notwendigkeit, das internationale Verständnis zu intensivieren und sowohl Gemeinsamkeiten als auch Verschiedenartigkeiten zu erkennen, um die eigene und auch fremde nationale Geschichte und Kultur - und damit Identität - besser verstehen und einordnen zu können. Wie bei den anderen europäischen Partnern wird das konstruktive Verhältnis zu den USA als wichtigstem militärischem Bündnispartner als ein Grundpfeiler der deutschen Außenpolitik gelten dürfen. Daran ändern auch die vorübergehenden Irritationen anlässlich des Irak-Krieges nichts, den US-Präsident George W. Bush trotz der Widerstände breiter Teile der internationalen Staatengemeinschaft 2003/04 gegen das Regime des irakischen Diktators Saddam Hussein führte.
Die USA als ältestes demokratisches "Experiment" der Neuzeit besitzen seit ihrer Gründung 1776 ein politisches System, das sich neuen Gegebenheiten und gesellschaftlichen Entwicklungen immer wieder flexibel anzupassen wusste. Bereits gegen Ende des 19. Jahrhunderts überflügelten die Vereinigten Staaten mit ihrer landwirtschaftlichen und industriellen Produktion die anderen Industrienationen. Durch ihre für den Ausgang jeweils entscheidende Beteiligung an den beiden Weltkriegen stiegen sie zur Groß- bzw. Weltmacht auf, die wirtschaftlich und militärisch die Führungsrolle innerhalb der westlichen Vertrags- und Bündnissysteme einnimmt. Diese Entwicklung haben die USA nicht nur dem Zerwürfnis der europäischen Staaten zu verdanken, sondern auch ihrer eigenen inneren politischen und wirtschaftlichen Beschaffenheit.
50 Millionen Einwanderer, die dem Land eine starke Innovationskraft und Vitalität verliehen, trugen ebenso dazu bei wie reichliche Rohstoffvorkommen und das flexible demokratische System. |
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18. März 2010
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