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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 12/2002)
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Widersprüche der kulturellen Globalisierung: Strategien und Praktiken |

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Joana Breidenbach / Ina Zukrigl
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| Im Zuge der exponentiellen Zunahme kultureller Austauschprozesse verschwinden zahlreiche indigene Lebensformen und Denkweisen. Fischfangtechniken und schamanistische Rituale der kanadischen Inuit - so bezeichnen sich die kanadischen Eskimos - geraten in Vergessenheit, und Sprachwissenschaftlern zufolge werden nur 10 Prozent der heute noch über 6 500 gesprochenen Sprachen das Ende des nächsten Jahrhunderts überleben. Der kulturelle Wandel macht aber auch vor der Weltsprache Englisch nicht Halt. Ihr droht das gleiche Schicksal wie einst der Verkehrsprache Latein, deren 50 Millionen Sprecher ab dem 2. Jahrhundert Französisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch und Rumänisch nebst Dialekten wie Katalanisch oder Provenzalisch entwickelten. Ebenso entfernt sich das auf Fidschi, in Südafrika oder den Philippinen (jeweils unterschiedlich) gesprochene Englisch von seinen britischen Wurzeln. |
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10. Februar 2012
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