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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 45/2005)

Die Euro-Mediterrane Partnerschaft und der Nahostkonflikt


Isabel Schäfer
Inhalt

Einleitung

Die EU-Nahostpolitik im Rahmen der GASP

Blockade des politischen Dialogs im Rahmen der EMP

Die Wirtschafts- und Finanzpartnerschaft als politischer Türöffner?

Der Nahostkonflikt und die kulturelle und soziale Partnerschaft

Die EMP im Kontext der Neuen Nachbarschaftspolitik

Die EMP und die EU-Partnerschaftsinitiative

EU und USA im Nahen Osten

Perspektiven

Einleitung
Ohne die günstige politische Situation im Nahen Osten zu Beginn der neunziger Jahre wäre es wohl nie zum so genannten Barcelona-Prozess und der Euro-Mediterranen Partnerschaft (EMP) gekommen. Ein Frieden zwischen Israelis und Palästinensern schien damals möglich. Der in Madrid 1991 eingeleitete Nahostfriedensprozess und der 1995 eingeleitete Barcelona-Prozess waren zwar von Anfang an als separate Prozesse konzipiert, doch sie ließen sich in den letzten zehn Jahren nicht so auseinander halten wie ursprünglich geplant.

Zur Person
Isabel Schäfer
Dipl.-Pol., geb. 1967; wiss. Mitarbeiterin an der Arbeitsstelle "Politk des Vorderen Orients" an der FU Berlin, Ihnestr. 21, 14195 Berlin.
E-Mail: isasch@zedat.fu-berlin.de

Die EMP sollte nie den Nahostkonflikt lösen, sondern zur Entspannung im Mittelmeerraum beitragen. Doch die negative Entwicklung im Nahostfriedensprozesses nach 1996 hat sich negativ auf die EMP ausgewirkt. Die EMP ist ein vielschichtiges Regionalkonzept der EU für den Mittelmeerraum und gleichzeitig ein spezifisches Beispiel für den multilateralen Ansatz der EU. Ausgerechnet der multilateral konzipierte Korb (I) der EMP war bislang anfälliger für die aus dem Nahostkonflikt entstehenden Probleme als der bilateral angelegte Korb (II).

Im Rahmen der Europäischen Nachbarschaftspolitik (ENP) betreibt die EU nun eine Rückkehr zur Bilateralisierung der euro-mediterranen Beziehungen. Die Neustrukturierung der bilateralen Beziehungen der EU zu Israel und zu den Palästinensern sollte jedoch nur als Basis für eine Intensivierung des regionales Dialogs dienen und diesen nicht ersetzen. Denn für eine Umsetzung der langfristigen Ziele der EMP ist der Regionaldialog ebenso wichtig, wie als unterstützender Hintergrundrahmen für eine Regelung des Nahostkonflikts. Die Frage nach der Zukunft der EMP stellt sich demnach nicht nur in Bezug auf den Nahostkonflikt, sondern auch im Kontext der Politikkonzepte "Europäische Nachbarschaftspolitik" und der "Strategischen Partnerschaft der EU mit dem Mittelmeerraum und dem Nahen Osten". Wird die EMP langfristig durch diese Politikkonzepte abgelöst oder dient sie vielmehr als Modell?
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Barcelona-Prozess
Editorial
Nutzen und Nachteil des amerikanischen Imperiums - Essay
Zehn Jahre Barcelona-Prozess: Eine gemischte Bilanz
Europäische Mittelmeerpolitik aus arabischer Sicht
Die Euro-Mediterrane Partnerschaft und der Nahostkonflikt
Demokratisierung des Greater Middle East
Freiheit und Entwicklung in der arabischen Welt
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