|
|
 |

 |

Informationen zur politischen Bildung (Heft 276)
 |
 |
 |
 |
 |
Ziele und Ergebnisse tschechischer Außenpolitik |

 |
 |
Vladimir Handl / Dieter Segert
|
 |
 |
 |
 |
Das Profil der tschechischen Außen- und Sicherheitspolitik wurde zunächst durch die Geschichte des Landes, speziell die der letzten hundert Jahre, geprägt. Dazu gehörte das Wechselspiel produktiven Zusammenlebens und existenzieller Konfrontation mit den Deutschen, aber auch die bittere Erkenntnis, dass sich die Tschechen gerade in Krisensituationen auf ihre Verbündeten nicht hatten verlassen können, so wie es sich im Vorfeld des Münchener Abkommens 1938 und dreißig Jahre später, während des „Prager Frühlings“, zeigte. Weiterhin fehlte die Erfahrung von längerfristig konfliktfreien und intensiven, wechselseitig vorteilhaften Beziehungen mit anderen Nachbarstaaten. Schließlich prägte sich das Versagen der multilateralen Instrumente der Friedenssicherung und Kooperation sowohl vor dem Zweiten Weltkrieg in Gestalt des Völkerbundes als auch danach in Gestalt von RGW (COMECON) und des Warschauer Paktes in das kollektive Gedächtnis der tschechischen Bevölkerung ein.
Auf diesen historischen Erfahrungen gründen sich für die tschechische politische Elite einige über Parteigrenzen hinweg gültige Postulate. Dazu zählt vor allem die Notwendigkeit, sich für den Erhalt des eigenen Nationalstaates einzusetzen, wobei man sich der begrenzten politischen und militärischen Möglichkeiten eines kleinen Landes bewusst ist. Daraus erwächst auch eine gewisse Skepsis gegenüber internationalen Regelungsversuchen und supranationalen Institutionen. |
 |
 |
|
 |
10. Februar 2012
 |
 |
 |
Dossier |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
 |
Die Europäische Union
Für viele ist die EU ein fremdes Gebilde. Dabei wird sie immer wichtiger. Das Dossier bietet einen lexikalischen Überblick: Warum gibt es die Union der 27? Wer macht was in der EU? Und wie sieht die Zukunft aus? |
 |
|
 |
 |
 |
|
 |
 |
|