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Es ist viel darüber geschrieben worden, warum die DDR kollabierte, selten wurde gefragt, warum sie so lange hielt. Der amerikanische Historiker Andrew Port vertritt eine überraschende These: Diejenigen Faktoren, die gemeinhin als Katalysatoren des Zusammenbruchs interpretiert werden, lassen sich ebenso als Erklärung für die jahrzehntelange Stabilität des Regimes deuten. In der Art eines heimlichen Gesellschaftsvertrags vermittelten Funktionäre zwischen harter Theorie und erträglicherer Praxis; in diesem Klima zwischen Unmut und Loyalität wirkten Kritik und Opposition nicht unmittelbar existenzbedrohend. Port stützt seine Erkenntnisse auf einen lokal begrenzten Raum. Seine Studie regt dazu an, Arbeit und Alltag in der DDR noch eingehender zu beleuchten.
Autor: Andrew I. Port, Seiten: 392, Erscheinungsdatum: 14.02.2011, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1105


