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Schriftenreihe (Bd. 386)

5.3 Biometrie


Inhalt

Mittel zur Identifizierung

Biometrische Technologien

Gesichtserkennung

Fingerabdruckerkennung

Weitere biometrische Technologien

Einsatzgebiete von biometrischen Technologien

Bedrohte Privatsphäre

Weitere biometrische Technologien
Handerkennung
Bei der Handerkennung wird ein dreidimensionales Bild der Hand erstellt und mit einem entsprechenden gespeicherten Bild verglichen. Die dazu nötigen Geräte sind im Gegensatz zu den Geräten zur Vermessung von Fingerabdrücken oder der Iris recht sperrig. Sie sind aber in der Lage, umfassende Identifizierungsvorgänge in kürzester Zeit durchzuführen. Sie kommen daher vorwiegend an Orten wie Flughäfen zum Einsatz, wo es darauf ankommt, viele Menschen in kurzer Zeit zu identifizieren.

Stimmerkennung
Stimmerkennung ist die einzige biometrische Technologie, die nichtvisuelle Eigenschaften des menschlichen Körpers vermisst. Hier werden die Tonvibrationen in der Stimme einer Person gemessen und mit bestehenden Mustern verglichen. Normalerweise muss dazu die zu identifizierende Person ein bestimmtes Erkennungswort oder einen ganzen Erkennungssatz aussprechen, die den Verifizierungsprozess zusätzlich unterstützen. Diese Methode kann selbst am Telefon angewendet werden, hat aber einen großen Schwachpunkt, nämlich die Empfindlichkeit gegen Interferenzen und Hintergrundgeräusche.

Gangerkennung
Es ist eine relativ neue Erkenntnis der Biometrie, dass die Identität einer Person nicht ausschließlich anhand äußerlicher Merkmale oder der Stimme festgelegt werden kann, sondern auch anhand der Gangart.

Anders als die bereits besser ausgereiften biometrischen Technologien, bei denen Körperteile untersucht werden, unterliegt die Erkennung der Gangart der zusätzlichen Schwierigkeit, Bewegungen als Muster aufzuzeichnen und zu identifizieren. Wissenschaftler der Universität Southampton haben ein Modell entwickelt, das die Beinbewegungen als Pendelbewegungen wahrnimmt und die Hüftneigung als Variable definiert.[4]

Bei einem anderen Modell werden Form und Länge der Beine zusätzlich zur Geschwindigkeit der Gelenksbewegungen gemessen. Ziel der Forscher ist es, beide Modelle zusammenzuführen. Damit würde die Identifizierung anhand der Gangart zu einer voll einsatzfähigen biometrischen Technologie werden.

Die Anwendung dieser Technologie auf bewegliche Subjekte macht sie als Überwachungstechnologie besonders interessant. So wird an der University of Leeds an Computermodellen gearbeitet, die es ermöglichen, auffällige Bewegungsabläufe von Menschen zu erkennen: etwa die eines potenziellen Autodiebs auf einem Parkplatz oder eines Menschen auf einem Bahnsteig, der im Begriff ist, sich vor den Zug zu stürzen.[5] Weibliche Ladendiebe, die sich als Schwangere tarnen und so die Beute verstecken, können aufgedeckt werden, da tatsächlich Schwangere anhand ihres Ganges vom System erkannt werden können.

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Personenerfassung mit feststehender Kamera
© University of Leeds

Andere biometrische Technologien
Andere biometrische Technologien, die hier nicht im Detail besprochen werden, beruhen auf besonderen Merkmalen von Ohr, Unterschrift, Tastaturanschlag, Venenmuster, Retina, Körpergerüchen oder DNA. Diese Technologien stecken entweder noch in frühen Entwicklungsstadien oder werden in hoch spezialisierten und daher eingeschränkten Bereichen eingesetzt.
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10. Februar 2012
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Die Politik der Infosphäre
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V. Globale Sicherheit
5.1 Überwachung
5.2 Kryptografie
5.3 Biometrie
5.4 Echelon
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