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Informationen zur politischen Bildung (Heft 280)

Globaler Terrorismus


Ulrich Schneckener
Inhalt

Einleitung

Al-Qaida als Prototyp

Charakteristika terroristischer Gewalt

Andere Formen politischer Gewalt

Entwicklung des Terrorismus

Internationale Ausweitung

Bekämpfungsstrategien

Entwicklung des Terrorismus
Der globale Terrorismus stellt eine Fortentwicklung des "herkömmlichen" Terrorismus dar, der allerdings weiterhin für die Mehrzahl von Attentaten verantwortlich ist. Dieser operiert je nach Strategie entweder primär auf der nationalen oder auf der internationalen Ebene. Um nationalen bzw. internen Terrorismus handelt es sich, wenn Terroristen innerhalb der Grenzen ihres Staates Gewalt gegen andere Bürgerinnen und Bürger ausüben. Hier sind Täter und Opfer Angehörige des gleichen Staates oder unterliegen zumindest der gleichen staatlichen Autorität.

Diese klassische Variante des Terrorismus kennzeichnet die politische Gewalt im 19. und 20. Jahrhundert. Zumeist stand und steht sie in Zusammenhang mit antikolonialen Befreiungsbewegungen, ethno-nationalem Separatismus, sozial-revolutionären Ideologien oder religiösem Fundamentalismus. Typische Beispiele für die Zeit nach 1945 sind die baskische ETA, die nordirische IRA, die kurdische PKK, die italienischen Brigate Rosse, die französische Action Directe oder die deutsche RAF. Diesen Gruppierungen geht oder ging es um die Veränderung einer nationalen Ordnung - sei es die Schaffung eines eigenen Staates, sei es das Ende von Fremdherrschaft - oder um eine veränderte Staats- und Regierungsform. Sie verüben fast alle ihre Attentate im Inland. Ausländer sind dabei nicht Ziel der Anschläge, sondern eher zufällige Opfer. Dies ändert sich, wenn Terroristen eine Strategie der Internationalisierung einschlagen.

Als internationaler Terrorismus gelten gemeinhin Anschläge, bei denen entweder ausländische Personen bzw. deren Eigentum oder aber das Territorium eines anderen Staates zum Angriffsobjekt werden. Täter und Opfer sind also nicht Angehörige des gleichen Staates. Ziel ist es, die Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit zu erregen und partikulare Anliegen auf die internationale Tagesordnung zu setzen. Internationale Anschläge garantieren ein größeres Publikum, das auf die beklagten Missstände hingewiesen werden soll. Beispielhaft für diese Art des Terrorismus waren die Aktivitäten palästinensischer Gruppen seit Ende der sechziger Jahre. Dazu zählten neben Flugzeugentführungen, um palästinensische Häftlinge freizupressen, auch spektakuläre Attentate wie etwa die Geiselnahme von israelischen Sportlern bei den Olympischen Spielen in München (1972).
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10. Februar 2012
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Inhalt
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Globalisierung
Zu diesem Heft
Grundzüge der Globalisierung
Informationsrevolution und ihre Folgen
Weltwirtschaft und internationale Arbeitsteilung
Gesellschaften unter Globalisierungsdruck
Chancen und Risiken für Entwicklungsländer
Außen- und Sicherheitspolitik vor neuen Herausforderungen
Lösungsansätze für globale Umweltprobleme
Menschenrechte für alle?
Globaler Terrorismus
Regieren im Weltmaßstab
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