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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 25/2006)
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Süßwasservorräte und Klimawandel |

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Holger Hoff / Zbigniew W. Kundzewicz
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Wasserknappheit und ihre Folgen nehmen in vielen Teilen der Welt zu. Neben den Ursachen wie Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und ökonomischer Entwicklung bestimmt auch das Klima über Wasserdargebot (die zur Verfügung stehende Wassermenge) und -nachfrage mit. Der bevorstehende Klimawandel wird nicht ohne Folgen für die Wasserversorgung von Mensch und Umwelt bleiben. Wasser ist essenziell für Ernährungssicherheit, Gesundheit und den Erhalt der Ökosysteme. Das Millenniumsziel zur Ernährung (zwischen 1990 und 2015 Halbierung des Anteils der Menschen, die Hunger leiden) erfordert beispielsweise, dass mehr als doppelt so viel Wasser wie heute für Bewässerungszwecke eingesetzt wird, wobei sich die größten Defizite in Südasien und Sub-Sahara-Afrika abzeichnen.
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Zur Person |
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Holger Hoff geb. 1964; wissenschaftlicher Koordinator des GLOWA Jordan River Projekts, Universität Tübingen & Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, Maulbeerallee 2, 14469 Potsdam E-Mail: hhoff@rz.uni-potsdam.de
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Durch steigende Wasserentnahmen der Menschen vor allem für die Nahrungsmittelproduktion, aber je nach Region auch für industrielle und andere Zwecke, werden aquatische und terrestrische Ökosysteme zunehmend beeinträchtigt, und damit gehen die Leistungen, die sie für den Menschen bereitstellen, verloren. Dies gilt insbesondere für Gewässer und Feuchtgebiete, aber auch für Landökosysteme, hier besonders aufgrund des Absenkens des Grundwasserspiegels sowie durch Niederschlags- und Verdunstungsänderungen.
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Zur Person |
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Zbigniew W. Kundzewicz Dr. habil., Geowissenschaftler, geb. 1950; Professor am Forschungszentrum für landwirtschaftliche und forstliche Umwelt, Polnische Akademie der Wissenschaften, Posen; Gruppenleiter am Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, Telegrafenberg, 14469 Potsdam. E-Mail: zbyszek@pik-potsdam.de
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Das Millennium Ecosystem Assessment (MEA) warnt insbesondere vor Wasserproblemen in den Trockengebieten der Erde, die 41 Prozent der Landoberfläche einnehmen und in denen mehr als zwei Milliarden Menschen wohnen, vor allem in Entwicklungsländern. Wasserknappheit und Klimaextreme erhöhen die Vulnerabilität dieser Menschen zusätzlich. Das MEA kommt nach der Untersuchung verschiedener Zukunftsszenarien zu dem Schluss, dass "am Ende dieses Jahrhunderts der Klimawandel mit seinen Folgen global die wichtigste direkte Triebkraft des Verlustes von Biodiversität und Veränderungen von Ökosystemleistungen sein wird".
Wasserknappheit ist nicht nur ein physikalisches Phänomen, sondern wird auch durch eine Reihe von sozioökonomischen und politischen Faktoren bestimmt. So ist der fehlende Zugang zu Wasser oft eine Folge von Fehlentscheidungen, politischen Konflikten oder auch der herrschenden Machtverhältnisse. Physikalische Wasserknappheit selbst resultiert aus der Differenz zwischen Wasserdargebot und -nachfrage. Dieses Defizit wächst zur Zeit in vielen Ländern und Regionen. Während die Wassernachfrage in den meisten Regionen ständig steigt, ist mit einer klimabedingten Abnahme des Dargebots in verschiedenen Trockenregionen zu rechnen. |
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09. Februar 2012
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Themenblätter im Unterricht (Nr. 52) |
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Wasser - für alle!?
Konflikte werden heute verstärkt um den Zugang zu knappen Ressourcen ausgetragen. Im Zuge dessen wird auch Wasser immer umkämpfter. |
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