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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 46-47/2002)

"Benchmarking Deutschland" - Wo stehen wir im internationalen Vergleich?


Werner Eichhorst
Inhalt

I. "Benchmarking Deutschland" - Zum Hintergrund

II. Wo steht Deutschland?

III. Welche Reformen sind erforderlich?

IV. Wie lässt sich Deutschland reformieren?

I. "Benchmarking Deutschland" - Zum Hintergrund

Im September 2001 wurde der Bericht "Benchmarking Deutschland: Arbeitsmarkt und Beschäftigung" [1] dem Bündnis für Arbeit, Ausbildung und Wettbewerbsfähigkeit und der interessierten Öffentlichkeit vorgelegt. Die "Arbeitsgruppe Benchmarking" des Bündnisses hatte im Juli 1999 den Auftrag erhalten, diesen Bericht zu erarbeiten. Es sollten alle für den Arbeitsmarkt relevanten Daten zum Wirtschafts- und Sozialstandort Deutschland im internationalen Vergleich ("Benchmarking") zusammengestellt und bewertet werden, um so eine gemeinsame Datenbasis und Diskussionsgrundlage für die Bündnispartner zu schaffen.

Zur Person
Werner Eichhorst
Dr. rer. soc., geb. 1969; Projektleiter im Themenfeld "Wirtschaft und Soziales" der Bertelsmann Stiftung.

Anschrift: Carl-Bertelsmann-Straße 256, 33311 Gütersloh.
E-Mail: werner.eichhorst@bertelsmann.de

Veröffentlichungen u.a.: Mutige Reformen - Frankreich und Holland investieren in Arbeit, in: Die Mitbestimmung, 48 (2002) 3; (zus. mit E. Thode) Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Benchmarking Deutschland Aktuell, Gütersloh 2002.

Inzwischen liegen neue Befunde vor, die teils auf aktuelleren Daten, teils auf vertiefenden Untersuchungen basieren. Das Grundprinzip des Benchmarking bleibt jedoch unverändert: der Vergleich Deutschlands mit 19 anderen entwickelten Industriestaaten. Dabei steht die Situation am Arbeitsmarkt im Mittelpunkt. Um sie zu verstehen, werden jene Politikfelder analysiert, die wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung am Arbeitsmarkt haben. Dazu zählen nicht nur die Arbeitsmarktpolitik, die Gestaltung der Arbeitszeit, die Regulierung des Arbeitsmarktes oder die Strukturen des Steuer- und Transfersystems, sondern auch das Bildungs- und Forschungssystem sowie die Rahmenbedingungen für Unternehmensgründungen und die Privatwirtschaft überhaupt. Ebenso wie für den Arbeitsmarkt werden für diese Politikfelder zahlreiche vergleichende Indikatoren herangezogen, um eine möglichst vollständige und verlässliche Bewertung zu ermöglichen. So kann ein differenziertes Bild der Stärken und Schwächen Deutschlands gezeichnet werden. Zeigt sich, dass andere Länder in der einen oder anderen Dimension ein deutlich besseres Erfolgsprofil aufweisen, werden diese im Hinblick auf institutionelle Arrangements und Reformen abgeklopft, von denen angenommen werden kann, dass sie "bewährte Praktiken" darstellen, die - angepasst an den deutschen Kontext - als Reformansätze in die Diskussion in Deutschland eingebracht werden können.
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10. Februar 2012
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Wirtschafts- und Sozialpolitik
Editorial
Die sozialpolitische Gegenreformation
Internationaler Reformmonitor - Was können wir von anderen lernen?
"Benchmarking Deutschland" - Wo stehen wir im internationalen Vergleich?
Frauenerwerbstätigkeit im europäischen Vergleich
Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik in Deutschland und Europa zwischen neuer Mitte und neuem Populismus
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