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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 10-11)
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Die Lokale Agenda 21 |

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Herausforderung für die Kommunalpolitik Klaus Hermanns
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VI. Die Lokale Agenda 21 braucht eine intensive Öffentlichkeitsarbeit |
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In der Folge des Erdgipfels von Rio de Janeiro herrschte in der deutschen Öffentlichkeit eine stärkere Wahrnehmung der globalen Probleme. Angeregt bzw. weitergeführt wurde die Diskussion durch die Studie "Zukunftsfähiges Deutschland", die im Auftrag des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und des bischöflichen Hilfswerks Misereor vom Wuppertal-Institut 1996 erstellt wurde
. Insbesondere in Kirchengemeinden wurden Fragen der Ressourcenschonung, Konsummuster und generell die entwicklungspolitische Verantwortung Deutschlands behandelt. Die Lokale-Agenda-21-Thematik knüpft an diese Diskussionen an. Es bleibt zu hoffen, dass die Zukunftsfragen in das tagespolitische Geschehen einbezogen werden. Gelingt diese Verbindung nicht, so besteht die Gefahr, dass die Debatten akademisch bleiben und keine konkrete Wirkung entfalten
.
Sicherlich besteht oftmals ein Vermittlungsproblem für die Lokale Agenda 21-Thematik, da der erste Zugang sehr abstrakt erscheint und die Konferenz von Rio de Janeiro mit ihren Ergebnissen mittlerweile im öffentlichen Bewusstsein verblasst ist. In einer repräsentativen Befragung des Bundesumweltministeriums im Jahre 1998
hatten nur 15 Prozent der Befragten schon einmal etwas vom Konzept der nachhaltigen Entwicklung gehört. Dies war schon eine Verbesserung gegenüber dem Ergebnis von elf Prozent, das eine Befragung im Jahr 1996 erbracht hatte. Diese Zahlen belegen, dass weiterhin eine intensive Öffentlichkeitsarbeit erforderlich ist. Die weltweiten Gedenktage der Vereinten Nationen bieten eine gute Gelegenheit, öffentlichkeitswirksam Veranstaltungen, Infobörsen und Aktionen durchzuführen. Hier sind u. a. zu nennen: 8. März - Internationaler Frauentag, 22. März - Weltwassertag, 21. Mai - Welttag der kulturellen Entwicklung, 5. Juni - Weltumwelttag, 11. Juli - Weltbevölkerungstag, 24. Oktober - Weltinformationstag zur Entwicklung, erster Montag im Oktober - Welthabitattag, 20. November - Weltkindertag, 5. Dezember - Internationaler Tag des Ehrenamtes.
Lokalzeitung, -rundfunk und -fernsehen spielen eine wichtige Rolle, um auf die Lokale Agenda 21 aufmerksam zu machen und zu Aktivitäten einzuladen bzw. über Projekte zu berichten. Eine spezielle Spalte in der Lokalzeitung oder ein reservierter Sendeplatz im Lokalfunk helfen, die Lokale Agenda 21 vor Ort zu einem dauerhaften Thema zu machen. Immer stärker wird das Internet als Medium genutzt. Hintergrundinformationen, die Vorstellung der Aktivitäten, organisatorische Hinweise, Meinungsforen, "Links" zu Vereinen, Intiativen, zu anderen Kommunen und zu weiterführender Literatur usw. sind dabei Bausteine für die Gestaltung der Internetpräsentation. Dabei sollte auch erwogen werden, die Homepagegestaltung und -betreuung als eigenständiges Agenda-Projekt in Zusammenarbeit mit Schülerinnen und Schülern durchzuführen. Einheitlich gestaltete Informationsmappen
, Plakate
, Aufkleber, Buttons etc. tragen mit dazu bei, die Lokale Agenda 21 im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und Interesse zum Mitmachen zu wecken. Hierzu sollte speziell ein Logo entworfen werden, das einen hohen Wiedererkennungswert hat.
Ebenfalls können Ausstellungen mit Projekten und Initiativen in der Gemeinde oder der Region eine größere öffentliche Wirkung erzeugen. Beispielhaft ist hier die Wanderausstellung "Ins einundzwanzigste Jahrhundert - Lokale Agenda 21 für eine lebenswerte Zukunft" des Museums für Naturkunde und Vorgeschichte Oldenburg
, in der Lokale-Agenda-21-Projekte des Weser-Ems-Raums in Niedersachsen vorgestellt werden
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10. Februar 2012
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