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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 13-14/2003)
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Deutsche Entwicklungskooperation gestalten |

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Ulf Engel / Robert Kappel
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Seit Ende der siebziger Jahre folgt die bundesdeutsche Entwicklungspolitik den Vorgaben von Weltbank und Internationalem Währungsfonds (IWF). Über einen Zeitraum von fast zwanzig Jahren haben die Internationalen Finanzinstitutionen - und einige bilaterale Geberorganisationen - den conventional wisdom des jeweiligen entwicklungspolitischen Diskurses formuliert, ohne dass eine engagierte bundesdeutsche Beteiligung zu erkennen gewesen wäre. Im gleichen Zeitraum ist auch ein akademischer deutscher Beitrag zur internationalen entwicklungspolitischen Debatte kaum wahrzunehmen gewesen. Erst mit der Amtsübernahme der ersten rot-grünen Bundesregierung 1998 scheint durch die Besetzung von Symbolthemen wie Entschuldung, Demokratisierung, Armutsbekämpfung oder Konfliktprävention etwas Bewegung in die deutsche Entwicklungspolitik gekommen zu sein, wenngleich eine systematische Neudefinition des eigenen Rollenverständnisses bislang ausgeblieben ist. Die in den letzten Jahren wachsenden Diskussionen um die Folgen der Globalisierung und der Antiglobalisierungsdiskurs setzen die Bundesregierung unter Legitimationszwang und verlangen neue Konzepte für die Entwicklungskooperation.
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Zur Person |
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Ulf Engel Dipl.-Pol., Dr. phil., geb. 1962; seit 1999 Hochschuldozent am Institut für Afrikanistik der Universität Leipzig.
Anschrift: Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, 04107 Leipzig. E-Mail: ulfengel@yahoo.de
Veröffentlichungen u. a.: Die Afrikapolitik der Bundesrepublik Deutschland 1949-1999: Rollen und Identitäten, Münster 2000; (Hrsg. zus. mit R. Kappel) Germany's Asfrica Policy Revisited. Interests, Images and Incrementalism, Münster 2002.
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In diesem Beitrag wird herausgearbeitet, wie in den siebziger Jahren die Bereitschaft gesunken ist, in der internationalen Entwicklungskooperation gestaltend zu agieren, und warum deutsche Entwicklungspolitik so wenig Profil gezeigt hat. Des Weiteren wird verdeutlicht, was erforderlich wäre, damit die Bundesregierung in Zukunft die Möglichkeiten als wichtiger Geldgeber optimal nutzt. Da einige Washingtoner Institutionen seit einigen Jahren einem unrealistischen Optimismus anhängen, sollte die Bundesregierung im Sinne einer effizienten Verwendung knapper Ressourcen mehr denn je ein eigenes Profil, möglichst im Einklang mit den europäischen Partnern, hervorbringen und so im internationalen Diskurs eine gewichtige Stimme werden, die dem Volumen der Entwicklungshilfe entspricht. Hierin liegt eine Chance, aus der Farblosigkeit der deutschen Entwicklungspolitik herauszukommen.
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Zur Person |
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Robert Kappel Dr. rer. pol., geb. 1946; Lehrstuhl für Wirtschaft und Politik in Afrika an der Universität Leipzig, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Afrikanistik.
Anschrift: Universität Leipzig, Beethovenstr. 15, 04107 Leipzig. E-Mail: kappel@rz.uni-leipzig.de
Veröffentlichung u. a.: (Hrsg. zus. mit Utz Dornberger, Michaela Meier und Ute Rietdorf) Klein- und Mittelunternehmen in Entwicklungsländern. Die Herausforderungen der Globalisierung, Hamburg 2003.
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30. Juli 2010
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