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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 21-22/2003)

Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich


Manfred G. Schmidt
Inhalt

Einleitung

I. Quellen der Bildungsausgaben in Deutschland

II. Fundamente der niedrigen öffentlichen Bildungsausgaben in Deutschland

III. Öffentliche Bildungsaus- gabenquoten und parteipolitische Konstellationen

IV. Föderalismus, Programm- konkurrenz und Bildungsausgaben

V. Bilanz

V. Bilanz
Die wichtigsten Ursachen dafür, dass Deutschlands öffentliche Bildungsausgaben im internationalen Vergleich auffällig niedrig sind, sind vor allem im Zusammenwirken von sieben Faktoren zu suchen:

1. eine überdurchschnittlich hohe private Bildungsausgabenquote;

2. ein nachfrageseitiger Faktor, insbesondere die unterdurchschnittliche Stärke der Altersklassen im Ausbildungsalter;

3. die gedämpfte Bildungsbeteiligung im tertiären Bildungsbereich;

4. die hier zu Lande gepflegte Tradition, vor allem den mittleren und höheren Qualifikationssektor im Schulwesen und in der beruflichen Bildung zu fördern und damit die Fortführung einer Bildungspolitik, die vor allem für mittlere und höhere Positionen in einer Industriegesellschaft geeignet ist;

5. die Konkurrenz zweier großer Sozialstaatsparteien, die der Sozialpolitik die Vorfahrt geben;

6. ein Föderalismus, der die Bildungsfinanzen aufgrund der Finanzierungsstruktur der Länderhaushalte am kurzen Zügel führt, und

7. die Programmkonkurrenz um knappe öffentliche Mittel, in der das Bildungswesen aufgrund geringer Markt-, Verbände- und Wählerstimmenmacht hintangestellt wird und in Gefahr gerät, unter die Räder der schier unaufhaltsamen Finanzierung des Sozialstaates zu geraten.
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10. Februar 2012
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Bildungsmisere
Editorial
Kinderarmut verschärft Bildungsmisere
Ausgaben für Bildung im internationalen Vergleich
Bildungsarmut
Das Paradox der integrierten Ausgrenzung von gering qualifizierten Jugendlichen
Ethnische Unterschiede im deutschen Schulsystem
Familiärer Hintergrund, Schulsystem und Schülerleistungen im internationalen Vergleich
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