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Informationen zur politischen Bildung (Heft 269)
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Geschlechtsspezifische Ungleichheit |

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Rainer Geißler
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In der industriellen Gesellschaft hatte sich eine besondere Form der geschlechtsspezifischen Arbeitsteilung in der Arbeitswelt, im öffentlichen Leben und in der Privatsphäre herausgebildet.
Zwischen Männern und Frauen existierten typische Unterschiede in den sozialen Lebensbedingungen und gesellschaftlichen Rollenanforderungen, die sich über geschlechtsspezifische Sozialisationsprozesse auch auf die Persönlichkeit, auf Einstellungen, Motivationen und Verhaltensweisen niederschlugen.
Wie in allen entwickelten Gesellschaften so sind auch in Deutschland Differenzierungen dieser Art in den letzten Jahrzehnten abgeschwächt worden. Offenbar gehört die Tendenz zur Minderung der sozialen Ungleichheiten zwischen Männern und Frauen zur den allgemeinen "emanzipatorischen Trends" (Norbert Elias) der modernen Gesellschaft. Mit der Verringerung der geschlechtstypischen Unterschiede erhöht sich gleichzeitig die Sensibilität gegenüber den verbliebenen. Es breitet sich das Bewusstsein aus, dass viele der weiterhin bestehenden Unterschiede zwischen den Geschlechtern sozial ungerecht sind; die soziale Ungleichheit zwischen Frauen und Männern wird zunehmend "entlegitimiert". |
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10. Februar 2012
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Zahlen und Fakten |
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Die soziale Situation in Deutschland
Wie sind die sozialen Aufgaben in Deutschland verteilt? Und für welche Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft müssen Lösungen gefunden werden? Das Online-Angebot hilft dabei, die soziale Situation in Deutschland besser einschätzen und beurteilen zu können. |
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