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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 22-23/2007)

Integration und Arbeit


Wolfgang Seifert
Inhalt

Einleitung

Wie wird Integration gemessen?

Wer hat einen Migrationshintergrund?

Bildung und Arbeitsmarktintegration

Arbeitsmarktzugang und Generation

Die komplette Integrationsbilanz: Eingebürgerte zählen mit

Fazit

Einleitung
Partizipation am Arbeitsmarkt ist die wichtigste Voraussetzung für die Integration der in Deutschland lebenden Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund. Diese Grundvoraussetzung wird jedoch vielfach nicht erfüllt. Hohe Arbeitslosigkeit, geringe Beschäftigungsstabilität und Tätigkeiten, die am unteren Ende der Arbeitsmarkthierarchie angesiedelt sind, lassen auf den ersten Blick erkennen, dass die Integration der Zuwanderer in den Arbeitsmarkt nicht oder zumindest nicht hinreichend funktioniert.

Zur Person
Wolfgang Seifert
Dr. habil., Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik NRW, Postfach 10 11 05, 40002 Düsseldorf.
E-Mail: wolfgang.seifert@lds.nrw.de

Ein Grund hierfür ist nach wie vor in der spezifischen Form der Anwerbung ausländischer Arbeitskräfte in den 1960er und frühen 1970er Jahren zu sehen. In dieser Zeit wurden ausländische Arbeitskräfte überwiegend für die industrielle Massenfertigung und die Schwerindustrie angeworben. Diese Maßnahme galt als zeitlich begrenzt, entsprechend wurden ausländische Arbeitskräfte an Arbeitsplätzen eingesetzt, für die keine oder nur eine kurze Einarbeitungszeit erforderlich war. Folglich kamen überwiegend Arbeitskräfte mit niedrigem Qualifikationsprofil nach Deutschland. In den 1980er und 1990er Jahren verschärfte sich die Arbeitsmarktsituation für diese Gruppe besonders. Der Bedarf an manuell ausführenden Arbeitskräften wurde zum einen durch den technischen Fortschritt und zum anderen durch die Verlagerung arbeitsintensiver Produktion in so genannte Billiglohnländer immer geringer.

Personen mit Migrationshintergrund weisen jedoch nicht per se einen niedrigen Bildungsgrad auf. Der Prozess der Globalisierung hat insbesondere zu einer Internationalisierung am oberen Ende des Arbeitsmarktes geführt. Dies gilt für den Bereich international tätiger Firmen und für die Finanzmärkte, aber auch für Kultur, Unterhaltung und den Spitzensport. Allerdings ist die Gruppe mit hoher Qualifikation noch immer eine Minderheit.
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10. Februar 2012
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