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Aus Politik und Zeitgeschichte (B 20/2004)

Die israelisch-
palästinensische Konfrontation und ihre Widerspiegelung in der öffentlichen Meinung Israels


David Witzthum
Inhalt

Die Kluft zwischen Vorstellung und Wirklichkeit

Der Konflikt und die Stärke der Gesellschaft: Israel und Palästina

Der Genfer Effekt

Vier Ebenen der öffentlichen Meinung in Israel

Der Terror, die politisch Kultur, die Medien und die öffentliche Meinung in Israel

Die Kluft zwischen Vorstellung und Wirklichkeit
Trotz des sich vertiefenden Konflikts zwischen Israel und den Palästinensern besteht heute in Israel selbst, und sogar zwischen Israelis und Palästinensern, kaum eine Meinungsverschiedenheit über die Wahrnehmung der sie umgebenden Realität und das Prinzip des Konflikts.[1] Israels Ministerpräsident Ehud Barak behauptete in seiner Abschiedsrede nach der Wahlniederlage 2001, dass die Gespräche mit den Palästinensern in Camp David im Jahre 2000 einen Vorteil gebracht hätten - auf beiden Seiten die "Masken vom Gesicht zu reißen und Illusionen zu zersprengen". Über drei Jahre der gewalttätigen, schmerzhaften Konfrontation zeugen vom Wahrheitsgehalt dieser Worte.

Zur Person
David Witzthum
M. A., geb. 1948; Studium der Politikwissenschaft, Philosophie und Geschichte an der Hebräischen Universität in Jerusalem, am Europakolleg in Brügge, Belgien, und an der Universität von Oxford, Großbritannien; seit 1994 Chefredakteur und Moderator der Nachrichtensendung "Von Heute auf Morgen"; Lehraufträge an den Universitäten in Tel Aviv und Jerusalem.

Anschrift: Israel Broadcasting Authority - Television, Channel 1, P. O. Box 7139, Jerusalem 91071, Israel.
E-Mail: witzthum@netvision.net.il

Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Zeitungen sowie Vortragstätigkeit im In- und Ausland.


In der Tat werden heute auf israelischer Seite die Wahlversprechungen von linken wie rechten Parteien als hohle Deklarationen gelesen, die von der Realität widerlegt sind: einerseits die idealistischen Hoffnungen und Prophezeiungen der Osloer Abkommen zur Zeit von Jitzhak Rabin und Schimon Peres, andererseits die bis vor kurzem geäußerten Versprechungen von Frieden und Sicherheit bei fortgesetztem Siedlungsbau und florierender Wirtschaft durch Ministerpräsident Ariel Scharon an der Spitze des rechtsnationalen Lagers. Angesichts der rechten Opposition und geschwächt von strafrechtlich relevanten Anschuldigungen ruft Scharon heute von der politischen Mitte aus zu Schritten auf, die unmittelbar aus dem politischen Forderungskatalog der israelischen Linken schöpfen: schmerzhafte Verzichte, einseitiger Rückzug aus Gaza, Anerkennung eines Palästinenserstaates, Bau eines Trennzauns, Abbau von Siedlungen - all das unter Beschuss und anhaltendem Terror, der die israelische Gesellschaft peinigt, und bei wirtschaftlicher Rezession und politischer Lähmung.
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08. Februar 2012
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Inhalt
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Nahost
Editorial
Der israelisch-
palästinensische Konflikt
Ist Frieden zwischen Israelis und Palästinensern möglich?
Das Unvorhersehbare vorhersagen: Der künftige Weg des israelisch-
palästinensischen Systems
Die israelisch-
palästinensische Konfrontation und ihre Widerspiegelung in der öffentlichen Meinung Israels
Die Al-Aqsa-Intifada und das Genfer Abkommen
Die Europäische Union und der Nahostkonflikt
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