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Das SED-Regime konnte sich auf das Schweigen einer großen Zahl von Menschen in der DDR verlassen. Ohne diese Angepassten, die sich zwar nicht für das kommunistische System engagierten, sich aber dennoch eingereiht hatten, so die Ausgangsthese des Herausgebers, hätte die Diktatur nicht vierzig Jahre funktioniert. Was aber hieß eigentlich "angepasst sein"? Und was bedeutete "widerstehen"? Konnte man beides zugleich tun? Nach welchem Maßstab lässt sich das Handeln von Menschen irgendwo dazwischen beurteilen? Die Autorinnen und Autoren dieses Buches gehen solchen Fragen nach und beleuchten in teils autobiografischen Geschichten, teils kritischen Reflexionen die schwierige Grauzone jenseits der Eindeutigkeit von Opfer und Täter.
Herausgeber: Roman Grafe, Seiten: 203, Erscheinungsdatum: 01.03.2010, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1043


