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Aus Politik und Zeitgeschichte

China und die USA: Washingtons Fernostpolitik nach dem 11. September 2001


Kay Möller
Inhalt

Einleitung

I. Der Kampf gegen al-Qaida und die Taliban

II. Der Poker um Südasien

III. Die Aushöhlung Chinas "Strategischer Partnerschaft" mit Russland und der regionalen Zusammenarbeit in Zentralasien

IV. Der strategische Aufstieg Japans und Taiwans

V. Ein Wettlauf um Einfluss in Südostasien

VI. Vorsorgliche Belagerung

Einleitung
Im Rahmen seiner "internationalen Antiterror-Koalition" hat George W. Bush in wenigen Monaten erreicht, was sein Vorgänger Bill Clinton jahrelang ergebnislos versuchte: eine deutliche Beschneidung der strategischen Manövrierfähigkeit der Volksrepublik China. Peking war von beiden Administrationen als möglicher kommender Herausforderer im Pazifik gesehen worden, aber Bush hatte diese Einschätzung, anders als Clinton, öffentlich und aggressiv vertreten. Während sich China mittlerweile von Allianzen und neuen militärischen Partnerschaften der USA eingekreist sieht, hat Washington weder die Option auf die Schaffung eines regionalen und nationalen Raketenschirms fallen gelassen noch jene auf humanitäre Intervention.

Zur Person
Kay Möller
Dr. phil, geb. 1955; Studium der Sinologie und politischen Wissenschaften in Hamburg, Paris, Bochum und T'aipei; Mitarbeiter am Forschungsinstitut der Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin.

Anschrift: Stiftung Wissenschaft und Politik, Ludwigkirchplatz 3-4, 10719 Berlin.
E-Mail: kay.moeller@swp-berlin.org

Veröffentlichung u.a.: China's Foreign Relations 1978-1999: Unleashed, the Tiger Feels Lonely, in: Werner Draguhn/David S.G. Goodman (Hrsg.), China's Communist Revolutions, Fifty Years of the People's Republic of China, London 2002.

Gleichzeitig hatte die Volksrepublik angesichts ihrer anhaltenden Abhängigkeit von amerikanischem Kapital und amerikanischer Technologie sowie des durch die Terroranschläge von New York und Washington ausgelösten moralischen Drucks kaum eine andere Wahl, als sich mit Washington zu arrangieren. So signalisierte Bushs Staatsbesuch in Peking vom Februar 2002 nach der spektakulären Verschlechterung der Beziehungen kurz nach Amtsantritt der republikanischen Administration einen atmosphärischen Fortschritt. Nichtsdestoweniger blieben die traditionellen Probleme in Fragen der Menschenrechte, Proliferation von Atom- und Raketentechnologien sowie der chinesisch-taiwanesischen Beziehungen nicht nur ungelöst. In einigen dieser Bereiche erhöhte Bush den Druck auf die Volksrepublik sogar weiter.

Unmittelbar nach den Anschlägen vom 11. September 2001 hatte der chinesische Staats- und Parteichef Jiang Zemin mit Bush telefoniert, um zu kondolieren und die Teilnahme Pekings am antiterroristischen Kampf anzukündigen. Zu dieser Zeit sprachen einige chinesische Zeitungen und Internet-Chatrooms noch eine andere, amerikafeindliche Sprache. Nach einer kurzen Phase der Meinungsfreiheit ordnete Jiang das Ende der zunehmend antiamerikanischen Rhetorik in den Medien an.
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10. Februar 2012
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Inhalt
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US-Außenpolitik
Editorial
Das Ringen um eine neue Weltordnung
Die USA und die transatlantischen Beziehungen nach dem 11. September 2001
Vom Kalten zum "Grauen Krieg" - Paradigmenwechsel in der amerikanischen Außenpolitik
Zwischen Multilateralismus und Unilateralismus Eine Konstante amerikanischer Außenpolitik
Irak und Iran in der Phase II des amerikanischen Krieges gegen den Terror
China und die USA: Washingtons Fernostpolitik nach dem 11. September 2001
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