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Aus Politik und Zeitgeschichte (APuZ 1/2010)

Regenbogennation als regionale Führungsmacht?


Christian von Soest
Inhalt

Einleitung

Merkmale einer regionalen Führungsmacht

Materielle Machtressourcen

Führungsanspruch und Akzeptanz in der Region

Beschränkung südafrikanischer Hegemonie

Südafrika - eingeschränkte Führungsmacht

Einleitung
Seit dem Ende der Apartheid 1994 hat Südafrika eine beispiellose Karriere gemacht: Vom geächteten "Stinktier der Welt"[1] zur weltweit bewunderten "Regenbogennation" als Symbol für Befreiung, Ausgleich und Wiedergutmachung historischen Unrechts. Die Überwindung der weißen Minderheitsherrschaft, die Verabschiedung einer Verfassung, die weitreichende Freiheits- und soziale Rechte verbürgt, und eine modellhafte Wahrheits- und Versöhnungskommission ließen das Land an der Südspitze Afrikas zum Vorbild werden.

Zur Person
Christian von Soest
Dr. phil, geb. 1975; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am GIGA German Institute of Global and Area Studies, Neuer Jungfernstieg 21, 20354 Hamburg.
E-Mail: soest@giga-hamburg.de
Internet: http://staff.giga-hamburg.de/soest

Außenpolitisch trat die neue, demokratisch gewählte Regierung des African National Congress (ANC) mit dem Ziel an, ein "guter globaler Bürger" zu sein. Bereits 1993 hatte der spätere Präsident Nelson Mandela die grundlegenden Werte benannt, die von nun an Südafrikas Außenpolitik leiten sollten. Dazu gehören der Schutz der Menschenrechte, die Verbreitung der Demokratie, gewaltfreie Konfliktlösungen, verstärkte regionale und internationale Kooperation und die Hinwendung zum afrikanischen Kontinent.[2]

Auf der anderen Seite hofften die Vereinigten Staaten und andere Regierungen im Norden, dass das "neue" Südafrika mit seinen politischen, diplomatischen und militärischen Fähigkeiten, seiner Wirtschaftskraft und dem hohen internationalen Vertrauensvorschuss Orientierung für einen ganzen Kontinent geben würde, der in vielerlei Hinsicht seine Richtung verloren hatte. Erwartet wurde, so Jack Spence, "eine konstruktive und dynamische Rolle, sowohl auf regionaler als auch auf globaler Ebene".[3] Zu welchem Grad hat Südafrika diese Führungsrolle in Afrika tatsächlich eingenommen? Welche Faktoren haben das Ausüben dieser Rolle befördert oder behindert?
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09. Februar 2012
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Inhalt
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Südafrika
Editorial
The Rainbow is a Smashed Mirror - Essay
Der Regenbogen ist ein zerschlagener Spiegel - Essay
Nelson Mandela und sein Erbe - Essay
Fußball-WM 2010: Herausforderungen und Hoffnungen
Regenbogennation als regionale Führungsmacht?
ANC forever? Innenpolitische Entwicklungen und Parteien in Südafrika
Gesellschaftliche Teilhabe, Identität und Fremdenfeindlichkeit in Südafrika
Kids of the Rainbow Nation: Blicke in die junge südafrikanische Gesellschaft
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