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Informationen zur politischen Bildung (Heft 276)
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Entwicklung bis zum Ende der Monarchie |

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Dieter Segert
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Im Raum, der später als Böhmen und Mähren bezeichnet wurde, siedelten um 500 v. Chr. keltische Stämme. Der Name Böhmen (lat.: boiohaemum, Bojerheim) geht auf die keltischen Bojer zurück, die um 60 v. Chr. von Germanen verdrängt wurden. Im Verlaufe der im vierten Jahrhundert n. Chr. beginnenden Völkerwanderung kamen im sechsten Jahrhundert schließlich slawische Stämme ins Land.
Im siebten Jahrhundert konstituierte sich im heutigen Mähren sowie in Teilen der Westslowakei und Niederösterreichs ein slawischer Stämmebund unter dem Fürsten Samo. Zwischen 830 und 895 gab es ein „Großmährisches Reich“, dessen Zentrum wahrscheinlich in Mähren und der Slowakei lag und dessen Einfluss sich zeitweise bis nach Meißen, Krakau und an die Ufer des Balaton (Plattensee) erstreckte. Nach seinem Ende wurde die Slowakei zur ungarischen Provinz „Oberungarn“.
Im westlichen Teil, in Böhmen hingegen, war das Ende dieses frühen Reiches der Beginn einer eigenständigen staatlichen Entwicklung, getragen von den um Prag siedelnden Tschechen unter ihren Herzögen aus dem Geschlecht der Premysliden.
Am Beginn dieser Entwicklung stand Wenzel I. (Václav I.; 921–929/35), der sich um die Verbreitung des Christentums im Land bemühte. Nach der Ermordung durch seinen Bruder Boleslav (der ihm als Herzog nachfolgte) wurde er heilig gesprochen. Als Landespatron hatte er große Symbolkraft für die Stabilisierung des Staatswesens und von seiner Bedeutung für das neuzeitliche Selbstverständnis der Tschechen zeugt sein monumentales Denkmal am oberen Ende des Prager Wenzelsplatzes.
Am Ende des zehnten Jahrhunderts wurde mit der Unterwerfung und Vernichtung eines anderen mächtigen böhmischen Fürstengeschlechts, der Slavníkiden, die Vorherrschaft der Premysliden im Raum des heutigen Böhmen und Mähren erreicht, die noch weitere drei Jahrhunderte währte. |
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10. Februar 2012
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Dossier |
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Die Europäische Union
Für viele ist die EU ein fremdes Gebilde. Dabei wird sie immer wichtiger. Das Dossier bietet einen lexikalischen Überblick: Warum gibt es die Union der 27? Wer macht was in der EU? Und wie sieht die Zukunft aus? |
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