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Im alten Griechenland waren die Barbaren die Anderen, die Fremden, von denen es sich abzugrenzen galt. In der globalisierten Welt verlieren alte Grenzen zunehmend an Bedeutung: Internet und Flugzeug führen Menschen zusammen, die früher wohl niemals in Kontakt gekommen wären. So gewinnen aktuelle Konfliktlagen – zwischen Kulturen, Religionen oder kollektiven Identitäten – in dem Maß an Brisanz, in dem sie kommuniziert, aber auch instrumentalisiert werden können. Der Kulturwissenschaftler Todorov analysiert in seinem Buch eine Reihe solcher Spannungsfelder. Er sieht Anzeichen dafür, dass aus Angst vor dem Fremden immer häufiger universal gültige zivilisatorische Werte verletzt werden. Sein Buch ist ein Plädoyer für kulturelle Vielfalt.
Autor: Tzvetan Todorov, Seiten: 287, Erscheinungsdatum: 24.03.2011, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1125


