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Das Ideal der Demokratie beruht auf anspruchsvollen Voraussetzungen. Sie braucht interessierte, mündige Bürgerinnen und Bürger, die sich in großer Zahl an der Gestaltung der politischen Agenda beteiligen. Gemessen daran, herrscht Krisenstimmung in den alten europäischen Demokratien und den USA: Skepsis bis hin zur Politikverdrossenheit bei vielen Menschen, Rückzug der politischen Instanzen aus etlichen ihrer Kernaufgaben. Postdemokratisch nennt der Politikwissenschaftler Colin Crouch diesen Zustand. Er analysiert – nicht ohne Polemik – das Lavieren der Demokratien zwischen Populismus, Manipulation und ökonomischen Zwängen. Als schlimmste Folgen drohten der Verlust der Glaubwürdigkeit demokratischen Handelns und die Verachtung der Demokratie.
Autor: Colin Crouch, Seiten: 160, Erscheinungsdatum: 11.03.2009, Erscheinungsort: Bonn, Bestellnummer: 1745


