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Informationen zur politischen Bildung (Heft 253)
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Innenleben der Verbände |

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Ulrich von Alemann
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Hauptamtliche und Ehrenamtliche |
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In allen großen Verbänden ist die Verbandsführung zweigeteilt. Gerade bei den großen Wirtschaftsverbänden sind die Verbandspräsidenten und Vorstandsmitglieder ehrenamtlich gewählte Persönlichkeiten, die in der Regel dem Management oder dem Vorstand von Unternehmen angehören. Neben ihren Verpflichtungen im Unternehmen, Aufsichtsratspositionen und Beiräten leiten sie auch noch den Verband. Unterstützt werden sie dabei von dem großen Apparat der hauptamtlichen Verbandsmitarbeiter mit einem Hauptgeschäftsführer an der Spitze. Dieser wirkt als eine Art graue Eminenz im Hintergrund, ist aber für das kontinuierliche Verbandsgeschäft oft wichtiger als der Präsident oder Vorsitzende, auch wenn dieser in der Öffentlichkeit die Festansprachen hält und die Fernsehinterviews gibt. Zwischen den hauptamtlichen Verbandsangestellten und den ehrenamtlichen Delegierten, Ausschußmitgliedern und Vorständen gibt es deshalb nicht selten Konflikte über Kompetenzen und Einfluß.
Probleme zwischen Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen gibt es nicht nur in den Wirtschaftsverbänden. Auch aus den Sportverbänden ist bekannt, daß es zwischen den hauptamtlichen Funktionären, den meist ehrenamtlichen Vorständen und Präsidien und schließlich den aktiven Sportlern nicht selten zu Konflikten kommt. Das ist aus der Berichterstattung über Olympische Spiele genauso bekannt, wie aus den Sportkommentaren über die Fußballbundesliga. Bei den Gewerkschaften liegt die Machtverteilung etwas anders: Die Vorstände sind dort in der Regel hauptamtliche Angestellte, genauso die Gewerkschaftssekretäre und -sekretärinnen in den sonstigen Dienststellen. Ehrenamtlich sind die aktiven Gewerkschaftler an der Basis, die neben ihrem Beruf sich im Betrieb als Vertrauensleute engagieren oder in der Gewerkschaft als Delegierte oder Beisitzer in Vorständen mitwirken. Zwischen der Masse der einfachen Mitglieder und den hauptamtlichen Funktionären fühlen sich deshalb die Ehrenamtlichen in den Gewerkschaften oft wie "zwischen um und Borke", das heißt entweder überfordert von Anfragen der Mitglieder oder unterfordert durch die Anforderungen des hauptamtlichen Apparats. |
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10. Februar 2012
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Dossier: Deutsche Demokratie |
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Demokratie bedeutet Herrschaft, die vom Volk ausgeht und durch das Volk in seinem Interesse ausgeübt wird. Die Einflussnahme der Bürger auf die Politik hat jedoch viele Facetten. |
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