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DDR-Alltag im Film Verbotene und zensierte Spielfilme der DEFA


22.5.2002
Der Film genoss in der DDR einen hohen Stellenwert. Entsprechend waren die Filmemacher und vor allem der einzige staatliche Filmbetrieb, die DEFA, ständiger Überwachung ausgesetzt.

Einleitung



Der Beitrag basiert auf der Dissertation der Autorin: Zwischen Regie und Regime. Die Filmpolitik der SED im Spiegel der DEFA-Produktionen, Berlin 2002.

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  • Lohnt sich rund ein Jahrzehnt nach der deutschen Wiedervereinigung die Beschäftigung mit dem Filmerbe eines untergegangenen Staates? Oder, wie der DDR-Regisseur Egon Günther in der "Zeit" fragte: "Lohnt es sich, die Hand voll alter, verdammt schöner DEFA-Filme aus dem Keller zu holen?" [1]

    Das tut es zweifellos. Denn kaum ein anderes Medium als der Film spiegelt gesellschaftliche Realitäten unmittelbarer und zeitnaher wider, nirgendwo sonst lässt sich kollektives Erleben besser nachempfinden, und kaum eine andere Kunstform gibt mehr Sichten auf den Alltag der Menschen frei. Entsprechend mehren sich auch die Forschungen zum Filmwesen der DDR, das als abgeschlossenes Forschungsgebiet Aufschlüsse vielerlei Art geben kann, vor allem zum Verhältnis von Politik und Kultur. Die Aufbereitung der zahlreichen Akten und Materialien - vom Politbüro bis hin zum Ministerium für Staatssicherheit - durch Stiftungen und Archive trägt erheblich dazu bei, die Entstehungsgeschichte von Kunst und Kultur in der DDR zu beleuchten.

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    Fußnoten

    1.
    DEFA = Deutsche Film AG.